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Wetterwechsel mit Wumms: Wo das Unwetter besonders stark war

Hagel zerstört Fensterscheiben, Bäume stürzen auf Dächer und Straßen: Am Vormittag ist ein starkes Unwetter über das Land gezogen.

28.08.2026

Durch Gewitter ging auch eine größere Menge Hagel nieder. Nicklas Walther/onw-images/dpa

Durch Gewitter ging auch eine größere Menge Hagel nieder. Nicklas Walther/onw-images/dpa

© Nicklas Walther/onw-images/dpa

Heftige Gewitter haben in Baden-Württemberg eine Welle von Feuerwehreinsätzen ausgelöst. Starkregen, Sturmböen und Hagel entwurzelten Bäume, überfluteten Straßen und Keller, deckten Dächer ab und beeinträchtigten vereinzelt auch den Bahnverkehr. Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis wurde ein Regionalzug auf freier Strecke durch herabgestürzte Äste ausgebremst. Die sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Rund 100 Häuser in Singen beschädigt

Besonders schwer traf eine Unwetterzelle den Singener Stadtteil Bohlingen im Landkreis Konstanz. Der Ort wurde vorübergehend abgesperrt und war nicht mehr anfahrbar. Nach Angaben der Feuerwehr wurden etwa 100 Häuser durch schwere Sturmböen beschädigt und Dächer abgedeckt. Zudem lagen unzählige Bäume auf Straßen. Verletzte gab es zunächst nicht.

Auch in der Singener Südstadt und im Stadtteil Überlingen am Ried gingen schwere Gewitter nieder. Dort war die Lage nach Angaben der Feuerwehr jedoch unter Kontrolle. Menschen wurden aufgefordert, Bohlingen zu meiden und die umliegenden Wälder wegen der Gefahr herabstürzender Äste nicht zu betreten.

Hagelschippen auf der Schwäbischen Alb

Nach Polizeiangaben waren alle Landkreise in der Bodenseeregion vom Unwetter betroffen. Besonders häufig rückte die Feuerwehr im Landkreis Konstanz aus, unter anderem in Singen und Radolfzell. Zahlreiche Bäume kippten um und blockierten Straßen. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Im Landkreis Reutlingen waren Polizei und Feuerwehr unter anderem in Lichtenstein, Unterhausen und St. Johann im Einsatz. Dort liefen Keller voll, Straßen wurden überflutet, und Hagel richtete Schäden an. In Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb musste die Straßenreinigung mit Schneeschiebern gegen die Hagelkörner vorgehen. 

In Bad Urach zerstörte der Hagel Fensterscheiben. Nördlich von Stuttgart stürzten in Oppenweiler mehrere Bäume um, einige fielen auf das Dach eines Firmengebäudes. Zum Zeitpunkt des Unwetters hielt sich dort niemand auf.

Scheune wegen Blitzeinschlags in Flammen

Auch auf der Bundesstraße 14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr kam es wegen herabgestürzter Äste vorübergehend zu Behinderungen.

Im Landkreis Ludwigsburg zählten die Feuerwehren am Morgen mehr als 30 Einsätze. Besonders betroffen waren Markgröningen, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen. In Großrinderfeld im Main-Tauber-Kreis löste ein Blitzeinschlag mutmaßlich einen Scheunenbrand aus. Zeugen berichteten der Polizei von einem lauten Knall, zugleich befand sich eine Gewitterzelle über dem Ort. Die Scheune brannte vollständig nieder. Ein angrenzendes Wohnhaus wurde durch die Flammen beschädigt und war zumindest im Dachgeschoss nicht mehr bewohnbar. Menschen befanden sich nicht im Gebäude.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Regierungsbezirke Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen vor schweren Gewittern gewarnt. Möglich waren Starkregenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde und Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Größe. Der Wetterdienst warnte außerdem vor Blitzschlag, umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen und Dachziegeln sowie raschen Überflutungen. Die Warnstufe drei von vier galt bis zum Mittag.

Durch die starken Gewitter stürzten auch Bäume um.Jason Tschepljakow/dpa

Durch die starken Gewitter stürzten auch Bäume um.Jason Tschepljakow/dpa

© Jason Tschepljakow/dpa

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für alle vier Regierungsbezirke des Landes - Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen - vor schweren Gewittern gewarnt. Alexander Wolf/onw-images/dpa

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für alle vier Regierungsbezirke des Landes - Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen - vor schweren Gewittern gewarnt. Alexander Wolf/onw-images/dpa

© Alexander Wolf/onw-images/dpa