Haflinger-Zucht in Thüringen mit langer Tradition
Wallende Mähne, braunes Fell: Im thüringischen Meura werden Haflinger gezüchtet. Das Gestüt blickt auf eine lange Geschichte.
In Meura gibt es seit 70 Jahren ein großes Haflinger-Gestüt. Michael Reichel/dpa
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Die Haflinger-Zucht hat in Thüringen eine lange Tradition: An die Anfänge der Zucht der Pferde mit der wallenden, blonden Mähne vor 70 Jahren wurde am Sonntag in Meura in Ostthüringen erinnert. Besucher erlebten ein Schauprogramm und konnten die Pferde auf der Weide beobachten. Etwa 140 Mitwirkende gestalteten nach Angaben von Gestütsinhaberin Anke Sendig das Programm.
Die ersten Haflinger seien 1956 im Zuge eines Forschungsprojekts der Universität Leipzig an die damalige Lehr- und Versuchsanstalt in Jena-Zwätzen gekommen. Von dort aus habe sich die Zucht entwickelt. In Meura begann die Haflingerzucht zehn Jahre später. Als staatlich anerkannter Zuchtbetrieb besteht das Gestüt nach Angaben von Sendig seit 1977.
Früher Arbeitspferde
Haflinger gelten als robust mit einem ausgeglichenen und genügsamen Wesen. Früher wurden sie auch als Arbeitspferde eingesetzt, inzwischen sind es vor allem Freizeitpferde. Im Gestüt Meura werden laut Sendig rund 140 Haflinger und Edelbluthaflinger gehalten – eine mit Vollblutarabern veredelte Zuchtlinie.
Zehn fest angestellte Mitarbeiter kümmerten sich um Zucht, Aufzucht, Ausbildung und Vermarktung der Tiere. Jährlich werden laut der Gestütsinhaberin rund 35 bis 40 Fohlen geboren und eine ähnliche Zahl an Pferden verkauft. Die meisten Pferde aus Meura gingen an private Halter in Deutschland, die sie als Freizeit- und Familienpferde nutzten.
Dass Gestüt Meura präsentierte zum Jubiläum seine Haflinger.Michael Reichel/dpa
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