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Häftling soll Autos im Netz verkauft haben, die er nicht hat

Aus dem Knast heraus soll ein Mann mit betrügerischen Angeboten im Internet bundesweit Menschen um ihr Geld gebracht haben. Dabei soll er von zwei Frauen unterstützt worden sein.

31.07.2026

Aus dem Gefängnis heraus soll ein Mann mit betrügerischen Online-Angeboten Menschen um ihr Geld gebracht haben. (Symbolbild)Elisa Schu/dpa

Aus dem Gefängnis heraus soll ein Mann mit betrügerischen Online-Angeboten Menschen um ihr Geld gebracht haben. (Symbolbild)Elisa Schu/dpa

© Elisa Schu/dpa

Aus dem Gefängnis heraus soll ein Mann mit zwei Komplizinnen mutmaßlich Autos, über die er nie verfügte, im Internet verkauft haben. Nach Angaben der Rostocker Polizei geht es bundesweit um 49 Betrugsfälle und einen Schaden von insgesamt rund 129.000 Euro. Die Zahl der Fälle sowie der Gesamtschaden könnten im Zuge der Ermittlungen noch wachsen. 

Am Donnerstag durchsuchte die Polizei nach eigenen Angaben in Warnemünde die beiden Wohnungen der 56- und 84-jährigen mutmaßlichen Komplizinnen. Der 44-jährige Dritte im Bunde befindet sich laut Polizei schon seit 2016 in einer Justizvollzugsanstalt, nach dpa-Informationen in Berlin.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann mindestens seit Februar 2023 im Internet Fahrzeuge zum Kauf angeboten, über die er nie verfügte. Fahrzeugdaten und Bilder habe er sich von anderen Verkäufern besorgt, in dem er auf Angebote als Interessent reagierte. Seine vermeintlichen Fahrzeuge habe er dann besonders günstig angeboten. Interessenten hätten Reservierungsgebühren oder sogar den vollständigen Kaufpreis vorab gezahlt. Zu einer Übergabe der Fahrzeuge kam es demnach jedoch nie.

Bundesweit Tatorte und Strafanzeigen

Das Geld hätten derzeitigen Erkenntnissen zufolge die beiden Frauen erhalten. Sie sollen so zumindest teilweise ihren Lebensunterhalt bestritten haben. Es bestehe der Verdacht, dass sie den 44-Jährigen aktiv bei den Taten unterstützt haben. Gegen die 56-Jährige sei ein Haftbefehl vollstreckt worden. Zudem sei Vermögen in Höhe von 85.000 Euro eingezogen worden.

Die Ermittlungen sind den Angaben zufolge aufwendig wegen bundesweiter Tatorte sowie zahlreicher Strafanzeigen, die bei Polizeidienststellen in verschiedenen Bundesländern erstattet wurden.

Die Polizei rät zu Misstrauen, wenn Fahrzeuge im Internet deutlich unter Marktwert angeboten werden. Es sollten keine Anzahlungen geleistet und schon gar nicht der Kaufpreis gezahlt werden vor einer persönlichen Besichtigung des Fahrzeugs und der Papiere. Fahrzeugbilder sollten per Rückwärtssuche im Internet überprüft werden. Mehrfach verwendete Fotos können ein Hinweis auf betrügerische Inserate sein.