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HSV-Profi Dompé muss Rekordstrafe zahlen

Nach seiner Alkoholfahrt muss HSV-Profi Jean-Luc Dompé eine hohe Strafe zahlen. Die Summe ist laut Club vereinsinterner Rekord. Am Training darf er wieder teilnehmen, aber noch nicht wieder spielen.

03.02.2026

Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV bleibt nach seiner Alkoholfahrt weiter vom Spielbetrieb suspendiert. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV bleibt nach seiner Alkoholfahrt weiter vom Spielbetrieb suspendiert. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Der französische Fußballprofi Jean-Luc Dompé muss nach seiner Alkoholfahrt eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich zahlen. Das teilte der norddeutsche Traditionsclub mit, nachdem es ein weiteres Gespräch mit dem 30-Jährigen gegeben hatte. Der Aufsteiger sprach von einer „HSV-Rekordgeldstrafe“. 

Dompé bleibt auch in dieser Woche vom Spielbetrieb der Bundesliga-Mannschaft ausgeschlossen und darf beim 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) noch nicht wieder mitwirken auf dem Rasen. Das Training soll Dompé in dieser Woche allerdings wieder aufnehmen.

Der seit 2022 zum HSV gehörende Offensivspieler entschuldigte sich zum ersten Mal öffentlich in der Mitteilung des Bundesligisten. „Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden“, wurde der Offensivspieler zitiert. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und dafür trage er die vollen Konsequenzen. 

Dompé: „Es tut mir wahnsinnig leid“

Dompé war bei einer Polizei-Verkehrskontrolle angetrunken am Steuer erwischt worden und wurde mit auf eine Wache genommen. Mehreren Medienberichten zufolge soll der Promillewert 1,4 betragen haben. Beim Verlassen der Wache sei er obendrein von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr. Das führte zu einem zweiten Verfahren. Anschließend wurde der Offensivprofi vom Club suspendiert und verpasste dadurch das überraschende 2:2 gegen den FC Bayern.

„Ich kann die Enttäuschung des Clubs, des Trainerteams und all der Fans, die mich bis hierhin immer unterstützt haben, verstehen. Es tut mir wahnsinnig leid. Auch, dass ich das Team in dieser Phase, den so wichtigen Wochen, im Stich gelassen habe“, sagte Dompé demzufolge weiter. Er erklärte, soziales Engagement leisten zu wollen.

Nicht erster Vorfall

Nach der Partie gegen die Bayern hatte HSV-Finanzvorstand Eric Huwer durchblicken lassen, dass Dompé möglicherweise auf eine Begnadigung hoffen kann. „Die Tür bleibt auf. Das schauen wir uns an, wie sich der Spieler verhält“, sagte er und fügte hinzu. „Die Woche war schon emotional. Das war nicht zu akzeptieren, das Fehlverhalten. Wir wissen, was wir an Jean-Luc haben. Nichtsdestotrotz: Aus Fehlern muss man lernen. Der Trainer hat es so gesagt: Keiner ist größer als der Verein“, sagte Huwer.

Es ist zudem nicht der erste Vorfall um den dribbelstarken Offensivkünstler. Dompé war Anfang 2023 in einen Autounfall in der Hamburger Innenstadt im Stadtteil St. Pauli verwickelt. Entgegen erster Berichte soll es sich allerdings nicht um ein illegales Autorennen gehandelt haben.