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HSG Wetzlar trennt sich von Sport-Geschäftsführer

Elf Spieltage, kein Sieg, Tabellenletzter: Bei der HSG Wetzlar muss Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf sofort gehen. Was der Handball-Verein jetzt als nächstes Ziel ausruft.

02.11.2026

Michael Allendorf war vor seinem Funktionärsposten selbst Handball-Prof. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa

Michael Allendorf war vor seinem Funktionärsposten selbst Handball-Prof. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar trennt sich von Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. Wie die HSG mitteilte, habe der Aufsichtsrat die Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit mit Allendorf zu beenden. Der frühere Handball-Profi, der in seiner Karriere von 2006 bis 2010 für die HSG gespielt hatte, wird mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. 

Hintergrund sind die bislang nicht zufriedenstellende sportliche Entwicklung der Mannschaft sowie unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung des Vereins. Die Entscheidung sei Teil der vom Aufsichtsrat beschlossenen Veränderungen im sportlichen Verantwortungsbereich. „Ziel ist es, der HSG Wetzlar die Möglichkeit zu eröffnen, neue sportliche Impulse zu setzen und die Voraussetzungen für das Erreichen des vorrangigen Saisonziels Klassenerhalt zu verbessern“, hieß es in der Mitteilung.

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Sieglos Tabellenletzter

Mitte Februar war der 40-jährige Allendorf von den Mittelhessen als Sport-Geschäftsführer vorgestellt. In der Vorsaison schaffte die HSG am letzten Spieltag geradeso den Klassenerhalt. Allendorf leitete den nötigen Kaderumbruch ein. Doch Wetzlar ist derzeit nach elf Spieltagen Tabellenletzter und noch ohne Sieg. Am Sonntag verlor Wetzlar das Hessen-Derby gegen die MT Melsungen mit 24:25, offenbar der finale Auslöser für die Entscheidung zur Trennung.

Der Aufsichtsrat bedauere den Schritt und bedankte sich ausdrücklich für die bisherige Arbeit sowie das Engagement von Allendorf für die HSG Wetzlar. Die volle Konzentration des Vereins gelte nun den anstehenden sportlichen Aufgaben und dem gemeinsamen Ziel Klassenerhalt, hieß es weiter.

Allendorfs Melsunger Geschichte

Vor seiner Aufgabe bei der HSG war Allendorf lange in Melsungen. Nachdem er zwischen 2010 und 2022 insgesamt 360 Bundesligaspiele für die MT absolviert hatte, war er ab 2022 Sportdirektor des Vereins, ehe er im Oktober 2023 in den Vorstand Bundesliga der MT berufen wurde. Im Oktober 2025 folgte dann die einvernehmliche Trennung.