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Gutachten zu Buckelwal heute erwartet - Tier atmet noch

Der vor der Insel Poel liegende Buckelwal beschäftigt viele Menschen. Es gibt Rettungsideen, aber dem gut zwölf Meter langen Tier geht es schlecht. Nun soll ein Gutachten neue Infos bringen.

07.04.2026

Rund um die Uhr sind Einsatzkräfte an der Küste, um den Wal zu beobachten.Marcus Golejewski/dpa

Rund um die Uhr sind Einsatzkräfte an der Küste, um den Wal zu beobachten.Marcus Golejewski/dpa

© Marcus Golejewski/dpa

Der in der Ostsee vor Wismar gestrandete Buckelwal liegt weitgehend unverändert vor der Insel Poel. „Es gibt keine Neuigkeiten“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar am Morgen. Das 12,35 Meter lange, 3,20 Meter breite und 1,60 Meter hohe Tier werde weiterhin von den Einsatzkräften beobachtet. „Wir sind weiter im Einsatz.“

Auf dem vom Sender News5 live ins Internet übertragenen Video aus der Bucht vor der Insel Poel sind in regelmäßigen Abständen kleine Wasserfontänen zu erkennen.

Heute wird Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zufolge ein gesundheitliches Gutachten von Meeresbiologen und Veterinären zum Gesamtzustand des Meeressäugers erwartet. Das Gutachten soll Aufschluss über die Überlebenschance des kranken Wals geben. Dann soll die finale Entscheidung getroffen werden, so der Minister weiter. Ein weiterer Rettungsversuch mit einem Katamaran steht im Raum.

Der Buckelwal liegt seit fast einer Woche an derselben Stelle vor der Insel Poel. Die Strandung vor rund einer Woche war das vierte Mal, dass sich der Wal an der Ostseeküste festsetzte. Am Mittwoch waren alle Rettungsversuche eingestellt worden. Laut Fachleuten wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Seitdem wird es laut Ministerium rund um die Uhr beobachtet und regelmäßig von der Feuerwehr mit Wasser benetzt.