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Grünen-Spitzenkandidatin winkt bei Männerbild-Debatte ab

Wahlkampfhilfe besser als Identitätsfragen und „Selbstbeschäftigung“: Warum Susan Sziborra-Seidlitz von der Männerbild-Debatte ihrer Partei wenig hält und lieber praktische Probleme anpacken will.

13.07.2026

Identitätsdebatten spielten im Gegensatz etwa zur Gesundheitsversorgung bei ihr im Wahlkampf keine Rolle, sagt Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz. (Archivfoto)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Identitätsdebatten spielten im Gegensatz etwa zur Gesundheitsversorgung bei ihr im Wahlkampf keine Rolle, sagt Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz. (Archivfoto)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die von einigen Mitgliedern der Grünen angeregte Debatte über ein modernes Männerbild hat aus Sicht der Grünen-Spitzenkandidatin, Susan Sziborra-Seidlitz, keine Relevanz für den Wahlkampf ihrer Partei in Sachsen-Anhalt. Auf ein kürzlich veröffentlichtes Papier über „moderne Männlichkeit“, angesprochen, sagte sie nach einer Sitzung des Parteivorstandes in Berlin: „Das hilft uns im Wahlkampf nicht, das ist nichts, was wir brauchen.“ Sie glaube zwar auch nicht, dass diese Debatte den Wahlkämpfenden in Sachsen-Anhalt schade. Doch es sei „so ein bisschen Selbstbeschäftigung“. 

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Sziborra-Seidlitz, die ihrerseits Naturschutz und eine drohende Verschlechterung der Gesundheitsversorgung in den Fokus rückt, sagte mit Blick auf die Männlichkeits-Debatte: „Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die solche Fragen jetzt debattieren, lieber nach Sachsen-Anhalt oder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen und dort mit uns - Hands On - Wahlkampf mache.“ Leicht süffisant fügte sie hinzu: „Damit kann man seine Zeit auch ganz super verbringen, und es hilft uns tatsächlich in den wahlkämpfenden Bundesländern gerade sehr.“

In dem Debattenbeitrag zur Männlichkeit heißt es unter anderem, starke Männer seien diejenigen, die Verantwortung übernähmen. Und: „Du kannst Muskeln aufbauen oder Poetry Slams schreiben, und sogar beides.“ Unterschrieben wurde das Papier unter anderem von der aktuellen Bundesvorsitzenden Franziska Brantner und ihrer Vorgängerin Ricarda Lang.