Grüne-Kandidatin will Klimakrise in Sachsen-Anhalt bekämpfen
Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz fordert Klimaneutralität für Sachsen-Anhalt schon bis 2035. Warum sie das für unerlässlich hält.
Will das Land aus der Klimakrise führen: Susan Sziborra-Seidlitz von den Grünen.Hendrik Schmidt/dpa
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Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz das Ziel ihrer Partei bekräftigt, dass das Land schon 2035 klimaneutral werden soll. Dies sei einfach notwendig, sagte sie im ZDF-„Morgenmagazin“. In jeder einzelnen Hitzephase des letzten Sommers sei der heißeste Ort in Sachsen-Anhalt gewesen. Teilweise sei den Bauern der Raps auf den Feldern aus den Schoten gefallen.
Sie bilanzierte: „Wir haben ein Problem mit der Klimakrise in Sachsen-Anhalt. Und da habe ich jetzt noch nicht über die Hitze in den Städten und die gesundheitlichen Folgen von Hitze gesprochen.“
Die Abgeordnete, die früher als Krankenschwester gearbeitet hat, sagte, schon jetzt sei Sachsen-Anhalt Vorreiter bei erneuerbaren Energien mit 60 Prozent von ihnen im Energiemix. „Da geht noch mehr und da geht vor allem deshalb noch mehr, weil wir hier die Ressourcen dafür haben. Wir haben Wind, wir haben Sonne, wir haben die Flächen und wir haben auch zum Beispiel Landwirte, die sagen: Ich kann das bei mir auf den Flächen auch mit unterbringen.“
Mit Blick auf hohe Energiekosten sieht Sziborra-Seidlitz auch die Bundesregierung in der Pflicht, wenn es darum geht, die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt aus ihrer derzeit schwierigen Lage zu retten. Es sei wichtig, dass die Bundesregierung bei der Gasstrategie auch die sachsen-anhaltischen Standorte mitdenkt. „An vielen Stellen“ sei das nicht geschehen, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin.