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Große Fahrraddemo auf Autobahnen gegen A5-Ausbau

Tausende Radfahrer protestieren in Frankfurt gegen den geplanten Ausbau der A5. Was die Initiatoren mit ihrer Aktion auf zwei Autobahnen erreichen wollen.

10.05.2026

Mehr Fahrstreifen lösen aus Sicht des Bündnisses „Stopp A5-Ausbau“ keine Verkehrsprobleme – dafür fuhren sie aus Protest auf Fahrrädern über die Autobahn.Hannes P. Albert/dpa

Mehr Fahrstreifen lösen aus Sicht des Bündnisses „Stopp A5-Ausbau“ keine Verkehrsprobleme – dafür fuhren sie aus Protest auf Fahrrädern über die Autobahn.Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Fahrraddemo auf zwei Autobahnen: Unter dem Motto „Zukunft statt Beton“ haben in Frankfurt Tausende Radler und Radlerinnen gegen einen zehnspurigen Ausbau der A5 protestiert. Laut einem Sprecher des ADFC nahmen am Nachmittag rund 5.000 Menschen an dem Protest teil, die Polizei sprach von 4.500. Erwartet hatten die Organisatoren 2.500 Teilnehmer. 

Die Route führte unter anderem über die A648 und die A66, eine Abschlusskundgebung mit Redebeträgen und Diskussionsrunde war auf dem Frankfurter Opernplatz geplant. Dort war auch der Start der Demo, die auf mehreren Zubringerrouten zum Opernplatz gelangten. „Wir wehren uns gehen die Pläne, die Autobahn A5 von heute sechs auf zehn Spuren zu erweitern“, hieß es im Aufruf zur Demo. 

Das Bündnis „Stopp A5-Ausbau“ fordert eine klare Absage an den geplanten zehnspurigen Ausbau der A5. Hannes P. Albert/dpa

Das Bündnis „Stopp A5-Ausbau“ fordert eine klare Absage an den geplanten zehnspurigen Ausbau der A5. Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Nicht die erste Demo gegen den Ausbau

„Mehr Fahrstreifen lösen aus wissenschaftlicher Sicht keine Verkehrsprobleme, da durch ein verbessertes Angebot auch mehr Menschen aufs Auto umsteigen“, erklärte das Bündnis „Stopp A5-Ausbau“, dem auch Parteien und Verbände angehören. 

Schon im September 2024 gab es eine Fahrraddemonstration auf der Autobahn gegen den Ausbau. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl damals auf 4.000. Bereits damals sollte die Demonstration auch über die A5 führen, dies wurde jedoch von der Stadt Frankfurt untersagt. Die Entscheidung hatte vor Gericht Bestand.

Im Juni 2024 waren Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht worden, die die technische Machbarkeit des Ausbaus vom Frankfurter Kreuz bis zur Anschlussstelle Friedberg auf bis zu zehn Streifen ergab. Weitere Untersuchungen seien aber erforderlich, hieß es von der Autobahn GmbH.