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Großbrand auf ehemaligem Truppenübungsplatz bei Neustrelitz

Rauch, eine gesperrte Bundesstraße und explodierte Munition: Bei Neustrelitz beschäftigt ein Ödlandbrand Feuerwehrkräfte. Auf die Flächen können sie nicht. Sie versuchen aber, das Feuer einzudämmen.

24.06.2026

Ein Ödlandbrand bei Neustrelitz beschäftigt die Einsatzkräfte.Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

Ein Ödlandbrand bei Neustrelitz beschäftigt die Einsatzkräfte.Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

© Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

Nahe Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist ein Großbrand auf einem ehemaligen sowjetischen Schießplatz ausgebrochen. Der Ödlandbrand nördlich der Stadt hat sich laut einem Landkreissprecher bis zum Abend auf mehr als 60 Hektar ausgebreitet. 

„Es handelt sich da um schwer munitionsbelastetes Gebiet, Kategorie 4. Das heißt, aktive Löschversuche können gar nicht unternommen werden zur Sicherheit der Einsatzkräfte“, sagte der Sprecher.

Stattdessen würden Randflächen mit Wasser benetzt. Dabei kämen auch Roboter zum Einsatz. Bis zum Abend seien 76 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren im Einsatz gewesen. Zusätzlich sei der erweiterte Löschzug des Landkreises alarmiert worden. „Das heißt, dann kommen nochmal 50 Einsatzkräfte dazu.“

„Hat auch geknallt zwischenzeitlich“

Laut dem Sprecher ist schon Munition explodiert: „Es hat auch geknallt zwischenzeitlich schon.“

Die Bundesstraße 193 ist nach früheren Polizeiangaben nördlich von Neustrelitz voll gesperrt. Wegen der Rauchentwicklung seien Mitarbeiter einer nahegelegenen Werkstatt für Behinderte gebeten worden, diese zu verlassen. Auch ein nicht weit entferntes Krankenhaus sei vorsichtshalber informiert worden. Die Maßnahmen werden laut Polizei auch mit dem Munitionsbergungsdienst abgestimmt. 

Die betroffenen Flächen sind munitionsbelastet.Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

Die betroffenen Flächen sind munitionsbelastet.Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

© Landkreis Mecklenburgische Seenplatte./dpa

Der Schweriner Umweltminister, Till Backhaus (SPD), erklärte: „Die Einsatzkräfte bemühen sich, den Brand abzuriegeln. Ich hoffe sehr, dass dies in geplanter Weise gelingt.“ Es handle sich um ein Bodenfeuer. 

Steigende Waldbrandgefahr

Backhaus verwies auf die steigende Waldbrandgefahr. „Nach einer langen Phase, in der es recht ruhig um das Waldbrandgeschehen im Land gewesen ist, steigen nun mit den Temperaturen auch die Waldbrandgefahrenstufen im Land.“ Für Donnerstag sei in der Region um Mirow die zweithöchste dieser Gefahrenstufen ausgerufen worden.

„Aktuell liegen wir bei den Waldbrandgefahrenstufen vor allem im Westen und Südwesten des Landes bei der Stufe drei von fünf.“ Es sei aber damit zu rechnen, dass sich dieses Bild in den kommenden Tagen stark ändern wird. „Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Verhalten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln.“