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Grippezeit beginnt – Höchstwert bei Toten in Vorsaison

Trotz weniger Grippefälle gab es in der vergangenen Saison so viele influenzabedingte Todesfälle wie nie zuvor. Warum Sachsens Gesundheitsministerin jetzt zur Impfung rät.

28.09.2026

Die Impfquoten in Sachsen sinken seit Jahren. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Impfquoten in Sachsen sinken seit Jahren. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

© Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Angesichts einer Höchstzahl an Grippetoten ruft Gesundheitsministerin Petra Köpping zu Beginn der neuen Influenzasaison zum Impfen auf. „Eine Grippe ist keine harmlose Erkrankung. Wir dürfen diese Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen“, erklärte die SPD-Politikerin. Ab dieser Woche werden wieder wöchentlich Zahlen zu Erkrankungen und Todesfällen gemeldet und veröffentlicht.

In der Grippesaison 2025/2026 seien in Sachsen 264 influenzabedingte Todesfälle erfasst worden, teilte das Ministerium mit. Damit sei der Spitzenwert von 202 Gestorbenen aus der vorherigen Saison übertroffen worden. Der allergrößte Teil der Grippetoten (knapp 91 Prozent) habe der besonders gefährdeten Altersgruppe ab 70 Jahren angehört. Die Zahl der Grippefälle habe mit 28.557 in der Saison 2025/2026 deutlich niedriger gelegen als im Vorjahreszeitraum mit 44.432 gemeldeten Fällen.

Impfbereitschaft sinkt

Die Bereitschaft der Sachsen, sich gegen Grippe impfen zu lassen, geht nach Angaben des Ministeriums seit Jahren zurück. Zuletzt habe die Impfquote bei 20,6 Prozent gelegen. Sowohl bei den Seniorinnen und Senioren als auch bei Kindern und Jugendlichen mit einer Grunderkrankung seien die empfohlenen Impfziele weit verfehlt worden.

Köpping wies darauf hin, dass eine Impfung wirksam und gut verträglich sei. Als günstiger Termin für eine Impfung gelte der Zeitraum zwischen Anfang November und Mitte Dezember - bevor die eigentliche Grippewelle beginnt.