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Golfregion wichtig für hessische Wirtschaft

Hessens Wirtschaft setzt auf die Golfregion – warum die Beziehungen zu Saudi-Arabien und den Emiraten wichtiger sind als die zum Iran und was ein längerer Konflikt bedeuten könnte.

03.03.2026

Die Golfregion ist für die hessische Außenwirtschaft ein Absatzmarkt mit zunehmender Bedeutung. Der Iran spielt dabei allerdings nur eine kleine Rolle. Zwei andere Staaten sind wichtiger. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

Die Golfregion ist für die hessische Außenwirtschaft ein Absatzmarkt mit zunehmender Bedeutung. Der Iran spielt dabei allerdings nur eine kleine Rolle. Zwei andere Staaten sind wichtiger. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Für die hessische Wirtschaft spielt der Iran als Exportland wegen der langjährigen Sanktionen des Westens gegen das Land keine große Rolle. Nach Angaben des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK) beliefen sich die hessischen Ausfuhren in den Iran im vergangenen Jahr auf 163,4 Millionen Euro, was 0,2 Prozent der hessischen Ausfuhren entspricht. Der größte Teil, nämlich 79 Prozent, entfällt dabei auf Pharmaprodukte.

„Die Golfregion insgesamt ist für die hessische Außenwirtschaft allerdings ein Absatzmarkt mit zunehmender Bedeutung“, betonte eine HIHK-Sprecherin. So betrugen die hessischen Exporte in die übrigen Golf-Anrainerstaaten im vergangenen Jahr insgesamt knapp 1,6 Milliarden Euro. Zwei Länder in der Region stechen laut HIHK dabei hervor: Saudi-Arabien mit hessischen Ausfuhren in Höhe von 649,6 Millionen Euro und die Vereinigten Arabischen Emirate mit 567,1 Millionen Euro.

Sorgen vor länger anhaltendem Konflikt

„Hier stehen wichtige Geschäftsbeziehungen auf dem Spiel“, erklärte die Sprecherin mit Blick auf die Eskalation im Nahen Osten. „Sollte der Konflikt länger anhalten und das Wachstum der Weltwirtschaft durch steigende Energie- und Rohstoffpreise merklich abgebremst werden, würde sich auch die stark international ausgerichtete hessische Wirtschaft dem vermutlich nicht entziehen können.“