Goldene Benzinkanister: Demonstranten ziehen durch Berlin
Rund 1.000 Menschen versammeln sich laut Polizei am Brandenburger Tor. Unter anderem mit Deutschlandfahnen. Viele wünschen ein Ende des Krieges in der Ukraine, manche auch das der Bundesregierung.
Demonstranten forderten am Brandenburger Tor in Berlin unter anderem den Rücktritt der Bundesregierung und ein Ende des Krieges in der Ukraine. Annette Riedl/dpa
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Rund 1.000 Demonstranten haben sich nach Schätzungen der Polizei am Brandenburger Tor in Berlin versammelt, um anschließend durch die Stadt zu ziehen. Angemeldet war der Demonstrationszug unter dem Titel „ProjektM1llion“. Am frühen Nachmittag seien dazu rund 1.000 Menschen am Pariser Platz vor dem Berliner Wahrzeichen zusammengekommen, sagte ein Polizeisprecher. Zwischenfälle habe es bis dahin nicht gegeben.
Am Brandenburger Tor waren zahlreiche Fahnen in den deutschen Nationalfarben zu sehen, aber zum Beispiel auch viele hellblaue mit weißer Friedenstaube. „Nie wieder auf Russen schießen!“ lautete die Forderung auf einem Transparent, auf dem ein historisches Foto aus dem Berlin des Jahres 1945 zu sehen war. Ein weiteres Transparent zeigte die Nationalfarben Russlands, der Ukraine und Deutschlands direkt nebeneinander und den Schriftzug „Druschba = Freundschaft“.
Bundesregierung soll zurücktreten
„Goldene Zeiten für Klingbeil, Merz & Co.“ hieß es auf einem Plakat - goldfarbene Benzinkanister illustrierten die Kritik. In einem „Elf-Punkte-Plan“ fordert das „ProjektM1llion“, nach eigenen Angaben eine parteiunabhängige Bürgerbewegung, unter anderem ein bundesweites 29-Euro-Ticket, um Treibstoff einzusparen. Zu den weiteren Forderungen der Veranstalter gehören der Rücktritt der Bundesregierung und Neuwahlen sowie ein Stopp der aktuellen Pläne für eine Gesundheitsreform.
Die Demonstration, für die 10.000 Teilnehmer angemeldet waren, sollte anschließend zum Alexanderplatz und zurück führen. Die Berliner Polizei hatte angekündigt, im Laufe des Tages wegen mehrerer größerer Demonstrationen rund 1.400 Polizisten einzusetzen. Für den Nachmittag war unter anderem eine propalästinensische Demonstration mit 3.000 Teilnehmern angemeldet.