dpa

Geschäft von Bosch-Heizungstochter stagniert

Viele Menschen halten gerade ihr Geld zusammen - und investieren nicht in eine neue Heizung. In Deutschland, aber auch in anderen Märkten. Das bekommt Bosch zu spüren. Wann geht es wieder aufwärts?

02.02.2026

Hinter der Bosch Home Comfort Group - die unter anderem Wärmepumpen herstellt - liegt ein schwieriges Jahr. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Hinter der Bosch Home Comfort Group - die unter anderem Wärmepumpen herstellt - liegt ein schwieriges Jahr. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Schwächelnde Märkte haben die Gebäudetechnik-Tochter von Bosch im vergangenen Jahr ausgebremst. Der Umsatz lag nach vorläufigen Zahlen bei rund 4,4 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert, wie die Bosch Home Comfort Group mit Verwaltungssitz in Wetzlar mitteilte. Die Entwicklung war erwartet worden. 2024 hatte die Bosch-Tochter einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.

Besonders in Europa gewann Bosch den Angaben nach aber Marktanteile bei Wärmepumpen und Klimageräten. „2025 war ein anspruchsvolles Jahr“, teilte Spartenchef Jan Brockmann mit. „In diesem Umfeld konnten wir uns behaupten und Marktanteile dazugewinnen.“ Zu Ergebnis und Verkaufszahlen machte das Unternehmen keine Angaben. Man habe einen wesentlichen Beitrag zur Profitabilität der Bosch-Gruppe geleistet, hieß es. 

Noch nicht in den Zahlen enthalten ist der Umsatz aus dem Kauf von Teilen des Gebäudetechnik-Konzerns Johnson Controls. Die Integration des Geschäfts wurde zu Jahresbeginn abgeschlossen. Bosch hatte für die größte Transaktion seiner Geschichte rund 7,4 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Die Schwaben wollen so unter anderem ihre Position in den USA und Asien stärken.

Heizungsmarkt in Deutschland schwächelt

Die Marktschwäche zeigt sich auch in Branchenzahlen. In Deutschland wurden 2025 nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie 627.000 Heizungen verkauft - zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Stand seit 2010. Während der Absatz von Öl- und Gasheizungen zurückging, legten Wärmepumpen deutlich zu. Der weltweite Markt für Heizungen, Lüftungen und Klimatechnik wuchs nach Angaben von Bosch im vergangenen Jahr um rund ein Prozent.

Brockmann: „2025 war ein anspruchsvolles Jahr“. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Brockmann: „2025 war ein anspruchsvolles Jahr“. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Brockmann teilte mit: „Jetzt braucht es ordnungspolitische Klarheit, um die Verunsicherung der Verbraucher zu reduzieren und ihnen Vertrauen und Sicherheit für langfristige Investitionsentscheidungen zurückzugeben“. Für 2026 rechnet das Unternehmen, das früher Bosch Thermotechnik hieß, mit einer schrittweisen Markterholung. 2027 könnte die Dynamik zunehmen, vor allem in Nordamerika. Mittelfristig will Bosch im oberen einstelligen Prozentbereich wachsen - und damit schneller als der Markt.