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„Gen Z regelt“ – Hessens Schülervertretung distanziert sich

Auch in Frankfurt werden am Samstag Proteste vieler junger Leute erwartet. Warum nimmt die Vertretung der Schülerinnen und Schüler in Hessen lieber eine andere Demo erst am 20. November in den Blick?

29.10.2026

Marode Schulen und andere Defizite in der Bildung kritisiert auch die hessische Schülervertretung. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Marode Schulen und andere Defizite in der Bildung kritisiert auch die hessische Schülervertretung. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Hessens Landesschüler*innenvertretung (LSV) distanziert sich von den für Samstag angekündigten Protesten von „Gen Z regelt“. Zugleich unterstützt sie den Plan der Bundesschüler*innenkonferenz, am 20. November eine eigene Demonstration in Berlin gegen Defizite in der Bildung wie etwa marode Schulen zu organisieren, wie Landesschulsprecher Laurenz Spies der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Bei den zahlreichen geplanten Kundgebungen an diesem Samstag in Deutschland dagegen bleibe intransparent, wer genau dahinterstehe, außerdem gingen die Forderungen weit über die Zuständigkeit der LSV – das Thema Bildung – hinaus. Hessens demokratisch legitimierte Schülervertretung wolle zwar auch das Momentum der Jugendproteste in Frankreich nutzen, aber ausschließlich gewaltfrei, betonte Spies.

Proteste in rund 30 Städten angekündigt

Im Netz ruft eine Initiative, die sich „Gen Z regelt“ nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in rund 30 Städten auf. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Wehrpflicht ein. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen. 

Bei Protesten junger Menschen in Frankreich kam es auch zu Ausschreitungen. (Archivbild)Marcus Golejewski/dpa

Bei Protesten junger Menschen in Frankreich kam es auch zu Ausschreitungen. (Archivbild)Marcus Golejewski/dpa

© Marcus Golejewski/dpa

Auch in Frankfurt hat „Gen Z regelt“ für Samstag zu Protest für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Online haben sich mehr als 10.000 Menschen angemeldet, wie auf der Internetseite der Initiative zu sehen ist. Trotz der Betonung von Gewaltfreiheit wird die Sorge vor Unterwanderung etwa durch linksextremistische Gewalttäter bei der Kundgebung in Hessens größter Stadt geäußert.