Gen-Z-Demo: Hamburger Polizei vor Großeinsatz
Jugendproteste sind für Samstag bundesweit angekündigt. Auch Hamburg bereitet sich auf eine Demonstration vor. Die Polizei rechnet mit einem weitgehend friedlichen Verlauf, will aber Präsenz zeigen.
Einzelhändler schützen ihre Läden vor befürchteten Ausschreitungen bei der „Gen Z regel“-Demo. Markus Scholz/dpa
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Angesichts bundesweit angekündigter Jugendproteste richtet sich auch die Hamburger Polizei auf einen Großeinsatz ein. Zwar gehe man davon aus, dass die für den frühen Samstagnachmittag (14.00 Uhr) in der Innenstadt angekündigte Demonstration „Gegen Wehrpflicht – Gen Z regelt!“ weitgehend störungsfrei verlaufen werde, sagte ein Sprecher. Dennoch werde die Polizei mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein, um Präsenz zu zeigen. Auch Drohnen sollen eingesetzt werden.
Friedliche Demonstrationen hätten ihren Platz. „Wer hingegen Ärger macht oder Straftaten begeht, muss mit einem konsequenten Einschreiten rechnen“, sagte der Sprecher. Dies gelte gleichermaßen für Halloweenfeiern.
Einzelhändler verbarrikadieren ihre Läden
Die Demonstration soll vom Jungfernstieg über die Mönckebergstraße zum Lohmühlenpark in St. Georg führen. Zu dem von einer Privatperson angemeldeten Versammlung werden laut Polizei 1.000 bis 2.000 Menschen erwartet.
Viele Einzelhändler in der Luxus-Einkaufsstraße Neuer Wall hatten sich bereits am Freitag auf die Demonstration vorbereitet und nach den Ausschreitungen bei den Jugendprotesten in Frankreich vorsorglich ihre Schaufenster mit Holzplatten verbarrikadiert.
Wegen des Reformationstages, der in Hamburg Feiertag ist, bleiben die Läden am Samstag geschlossen.
Die „Gen Z regelt“-Initiative hat in ganz Deutschland zu Aktionen aufgerufen. Demonstriert werden soll für mehr Geld für das Schulsystem, konsequenten Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Wehrpflicht.