Geldvermögen in Hessen im Schnitt bei 84.500 Euro
Von Sparkonto bis Krypto: Die Geldanlagestrategie der hessischen Haushalte ist bunt. Wo parken sie das meiste Geld - und wie sieht die Zahl nach Abzug von Schulden aus?
Das meiste Geld investiert der durchschnittliche hessische Haushalt in Wertpapiere und digitale Vermögenswerte. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Das Geldvermögen hessischer Haushalte hat 2023 vor Abzug von Schulden im Schnitt 84.500 Euro betragen. Das teilte das Hessische Statistische Landesamt auf Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 mit. Dieses sogenannte Bruttogeldvermögen schließt demnach unter anderem Geld auf Tagesgeldkonten, Sparguthaben, Aktien oder auch Guthaben bei privaten Renten- und Lebensversicherungen ein, aber keine Sachwerte wie Immobilien oder Autos.
Besonders beliebt waren bei den Hessinnen und Hessen demnach Wertpapiere und digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen. In diesem Bereich investierten sie im Schnitt 38 Prozent des Geldes. 20 Prozent lagen auf Tagesgeldkonten. Den dritten Platz belegten Versicherungsguthaben mit 15 Prozent. Der durchschnittliche Haushalt verlieh außerdem zwei Prozent seines Geldvermögens an Privatpersonen.
2.400 Euro an Konsumentenkrediten
Nach Abzug von Konsum- und Bildungskrediten blieb den hessischen Haushalten im Schnitt noch ein Geldvermögen von 81.700 Euro übrig. Sie hatten also noch durchschnittlich 2.800 Euro zurückzuzahlen - Immobilienkredite nicht eingeschlossen. Konsumentenkredite für Autos, Möbel und andere Käufe machten davon mit 2.400 Euro den Großteil aus.
Haushalte mit höherem Einkommen hatten zudem im Schnitt rund sechsmal höhere Ersparnisse und finanzielles Vermögen als Haushalte mit niedrigerem Einkommen, so die Behörde. Bei einem Nettoeinkommen von unter 2.600 Euro lag das Bruttogeldvermögen durchschnittlich bei etwas über 27.000 Euro. Haushalte, die mindestens 5.000 Euro verdienten, verfügten dagegen über fast 166.000 Euro.