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Gäubodenvolksfest: Friedlich, heiß, weniger Bier

Das traditionsreiche Gäubodenvolksfest in Straubing geht mit einer stabilen Besucherzahl zu Ende. Nach sehr heißen Tagen gab es zum Finale Regen und Gewitter.

17.08.2026

Rund 1,25 Millionen Menschen haben das Gäubodenvolksfest in Straubing besucht. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

Rund 1,25 Millionen Menschen haben das Gäubodenvolksfest in Straubing besucht. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

© Armin Weigel/dpa

Erneut haben rund 1,25 Millionen Menschen das Gäubodenvolksfest in Straubing besucht. Für die Stadt mit 50.000 Einwohnern bedeutete das erneut elf Tage Ausnahmezustand. Nach Angaben der Veranstalter verlief das Fest sicher und entspannt. Es dauerte bis Montagabend. Veranstalter, Polizei und Rettungsdienste zogen bereits am Nachmittag Bilanz. Dabei zeigte sich auch ein rückläufiger Trend beim Bierkonsum.

Die Besucherzahlen blieben trotz Schienenersatzverkehrs, großer Hitze und eines Feiertags am Wochenende stabil, wie Betriebsleiter Daniel Winklmaier sagte. Zwar seien etwas mehr Besucher als im Vorjahr gezählt worden, gerundet bleibe es aber bei 1,25 Millionen Gästen.

Ebenso viele kamen in den Jahren 2025 und 2024. In den Jahren 2023 und 2022 waren es nach Veranstalterangaben jeweils rund 1,3 Millionen, beim letzten Fest vor der Corona-Pandemie 2019 rund 1,45 Millionen.

Weniger Ochsen, mehr Hähnchen

Mit 660.000 Litern wurde etwas weniger Festbier ausgeschenkt. Damit setzt sich der leicht rückläufige Trend beim Bierkonsum fort: 2025 waren es 680.000 Liter, 2024 etwa 700.000 Liter, 2023 rund 740.000 Liter. Besonders gefragt seien kalte Speisen gewesen, sagte Winklmaier. Ansonsten seien unter anderem 29 Ochsen - zwei weniger als im Vorjahr - und etwa 45.000 Gickerl (Hähnchen) verspeist worden. Das sind rund 1000 Hähnchen mehr als 2025. Die wegen der Hitze erneut aufgestellten kostenlosen Trinkwasserspender seien gut angekommen.

Die Polizei zog eine weitgehend positive Bilanz. Die starke Polizeipräsenz zahle sich aus, weil Auseinandersetzungen häufig schnell unterbunden werden könnten, sagte Straubings Polizeichef Josef Eckl. Einen kuriosen Diebstahl verzeichnete die Polizei zu Beginn des Festes: Betrunkene ließen ein drei Meter langes Krokodil einer Geisterbahn mitgehen.

OB: Region nimmt eine „kollektive Auszeit“

Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) dankte insbesondere den ehrenamtlichen Helfern und betonte das verbindende Element des Festes. Es stärke die Gemeinschaft. Anders als bei einem individuellen Urlaub nehme sich die Region „eine kollektive Auszeit“. Diese ende nun. Das Gute sei, so Pannermayr: Die Vorbereitungen für das nächste Fest liefen bereits. Es beginnt am 13. August 2027.

Aus dem 1812 gegründeten Landwirtschaftsfest hat sich das zweitgrößte Volksfest in Bayern entwickelt. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

Aus dem 1812 gegründeten Landwirtschaftsfest hat sich das zweitgrößte Volksfest in Bayern entwickelt. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

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