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Fürther hadern nach nächstem Dämpfer: „Tut schon weh“

Frühe Gegentore bleiben Fürths Problem. Trotz des Punktgewinns gegen Magdeburg überwiegt der Frust bei den Franken. Weshalb verdrückt Coach Vogel „eine kleine Träne“?

20.09.2026

Enttäuschung in Fürth: Wieder hat es nicht für den Heimsieg gereicht.Daniel Karmann/dpa

Enttäuschung in Fürth: Wieder hat es nicht für den Heimsieg gereicht.Daniel Karmann/dpa

© Daniel Karmann/dpa

Zumindest zwei Hoffnungen von Trainer Heiko Vogel erfüllten sich. Das Heimspiel der SpVgg Greuther Fürth gegen den 1. FC Magdeburg strapazierte seine Nerven deutlich weniger als das irre 4:5 in der vorigen Rückrunde. Und beim 1:1 (1:1) am Freitagabend sprang immerhin erstmals in der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga ein Punkt im heimischen Ronhof heraus.

Von Zufriedenheit waren die Franken nach dem Remis trotzdem weit entfernt. „Das tut schon weh“, sagte Außenverteidiger Lukas Reich. Er meinte damit vor allem den schnellen Rückstand durch FCM-Stürmer Emmanuel Iyoha. 

Frühe Gegentore sind ein großes Problem der Kleeblatt-Kicker. Dass Fürth generell nicht wach genug sei nach Anpfiff, das verneinte Reich dennoch. „Vielleicht ist es einfach gerade ein bisschen Pech, dass es jetzt öfter passiert ist“, sagte er. „Aber ja, ich hoffe, dass wir das abstellen können.“

„Haben alles versucht“

Den Vogel-Fußballern glückte zwar der Ausgleich durch Omar Sillah (22. Minute), der seine Vertragsverlängerung unter der Woche prompt rechtfertigte. Der Siegtreffer aber fiel nicht, auch der Stürmer selbst hatte gute Chancen. „Wir haben alles versucht, aber es war ein schweres Spiel“, meinte Sillah.

Fürths Omar Sillah (links) und Tobias Müller aus Magdeburg kämpfen um den Ball. Daniel Karmann/dpa

Fürths Omar Sillah (links) und Tobias Müller aus Magdeburg kämpfen um den Ball. Daniel Karmann/dpa

© Daniel Karmann/dpa

Am Ende scheiterten die Gastgeber vor 11.491 Zuschauern vor allem am blendend parierenden Magdeburg-Keeper Dominik Reimann, der unter anderem gegen Sillah und den wieder genesenen Shinta Appelkamp gut parierte. Und so trotteten die Fürther wie bei den zwei Liga-Heimniederlagen gegen den 1. FC Nürnberg (2:4) und den 1. FC Heidenheim (0:1) sowie dem Aus im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum (1:2) erneut frustriert vor den eigenen Fanblock.

Coach Vogel verdrückt „eine kleine Träne“

Auch Trainer Vogel haderte. „Ich muss sagen, ich habe da schon eine kleine Träne verdrückt, weil mit etwas Wettkampfglück, das es gebraucht hätte, hätten wir vielleicht auch drei Punkte holen können“, sagte er.

So geht Fürth mit nur sechs Zählern aus sechs Partien - darunter gerade ein Sieg - in die lange Länderspielpause. Fürth hat sich zu oft unter Wert verkauft. „Wenn ich die Spiele anschaue, tut es schon ein bisschen weh, dass man nur sechs Punkte hat“, resümierte Reich.