„Für viele von uns Lieblingstermin“ - Schnieder in Berlin
Sport und Ehrenamt sind die Schwerpunktthemen des rheinland-pfälzischen Landesfests 2026 in Berlin. Rund 2.500 Gäste kommen. Wer fehlt.
Europaminister Marcus Klein, Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (l-r) waren unter den Feiernden. Annette Riedl/dpa
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Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat in Zeiten, in denen der Ton rauer und lauter werde, an den Zusammenhalt der Gesellschaft appelliert. „Dass wir uns nicht zu Hause einmauern, sondern dass wir uns treffen, dass wir miteinander sprechen und dass wir miteinander diskutieren“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei der Eröffnung des Landesfests in Berlin. Sport und Ehrenamt waren die Schwerpunkte von „Heimat26“, das alle zwei Jahre organisiert wird.
Bürokratischen Aufwand für Sport und Ehrenamt reduzieren
Seine schwarz-rote Regierung werde sich dafür einsetzen, den bürokratischen Aufwand für Sport und Ehrenamtliche „spürbar zu reduzieren“ und habe beide Themen in die Staatskanzlei geholt, betonte Schnieder vor rund 2.500 Gästen aus Politik, Sport, Gesellschaft, Kultur, Justiz, Wirtschaft und Weinkultur. Rheinland-Pfalz sei Sport- und Ehrenamtsland und habe nach dem Saarland die höchste Vereinsdichte in Deutschland.
Landesvertretung als Flagschiff für Rheinland-Pfalz
Die Landesvertretung werde immer wieder als Schaufenster von Rheinland-Pfalz bezeichnet, sagte Schnieder. Der Begriff Flagschiff sei seines Erachtens aber treffender, weil er die „Dynamik und Bedeutung“ der Aktivitäten und Angebote viel besser beschreibe. „Das Heimatfest ist für viele von uns Lieblingstermin“, sagte Schnieder.
„Wir brauchen den vertrauensvollen Dialog und das gute Miteinander auch aus anderen Bundesländern“, betonte der Regierungschef. Seinem Vorgänger, Ex-Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), dankte der CDU-Politiker, dass er ein bestelltes Feld habe übernehmen dürfen. In Rheinland-Pfalz regiert seit Mai erstmals eine schwarz-rote Koalition.
Klingbeil und Warken sind da - Merz nicht
Außer den Ministern des Mainzer Kabinetts waren auch Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sowie Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) unter den Gästen. Den Sport vertraten unter anderem Niklas Kaul, bislang jüngster Weltmeister in der Geschichte des Zehnkampfes, und Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und der Bundestagsabgeordnete und Bruder von Gordon Schnieder, Patrick Schnieder, waren auch gekommen, ebenso viele Landtagsabgeordnete. Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) feierte auch mit.
Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz konnte laut Staatskanzlei wegen eines Banketts des Bundespräsidenten nicht kommen. Die CDU-Landtagsfraktion hatte im Sommer aus Ärger über den Rauswurf von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder bei ihrer Reise nach Berlin ein Treffen mit Merz abgelehnt.
Auch der ehemalige Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) kam zum Fest.Annette Riedl/dpa
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