Sechs Tote in Stade – Was bisher über die Tat bekannt ist
In der Stadt westlich von Hamburg sterben mehrere Menschen durch Schüsse. Immer mehr Details werden bekannt.
Wie die Polizei mitteilte, starben bei der Tat fünf Menschen vor Ort, eine sechste Person erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.Fabian H�fig/NEWS5/dpa
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Nach Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind sechs Menschen tot. Der mutmaßliche Schütze sei festgenommen, sagte ein Polizeisprecher. Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Was Ermittler bisher über das Verbrechen mitteilen – und was noch unklar ist.
Was wir wissen:
- Opfer: Es gibt sechs Tote. Wie die Polizei mitteilte, starben fünf Erwachsene vor Ort, eine sechste Person erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Über das Alter des sechsten Todesopfers gab es zunächst keine Informationen. Unter den fünf getöteten Erwachsenen sind laut Polizei vier Frauen und ein Mann. Die Einsatzkräfte fanden demnach vier Tote in der Einrichtung. Eine weitere Person sei vor dem Haus reanimiert worden - jedoch ohne Erfolg. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt, hatte eine Polizeisprecherin früher am Nachmittag gesagt. Eine einstellige Zahl an Menschen ist laut den Beamten zudem zum Teil schwer verletzt.
- Täter: Die Polizei hat eine Person festgenommen - den mutmaßlichen Schützen. Zwei weitere Personen befinden sich noch in polizeilichen Maßnahmen, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie würden vernommen und gegebenenfalls einer Spurensicherung unterzogen.
- Tatort: Die Schüsse sind in einer Jugendeinrichtung gefallen. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht.
- Warnung: Die Polizei bittet darum, den Tatort zu meiden. Sie rief Menschen auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.
- Gefahr: Nach Angaben der Polizei besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung habe keine Gefahr bestanden.
Was wir nicht wissen:
- Opfer: Die Identität der Toten ist unklar. Es ist unklar, wie viele Menschen genau verletzt sind.
- Tatverdächtiger: Die Identität des mutmaßlichen Haupttäters war zunächst nicht bekannt. Ob die beiden Personen, die sich in polizeilichen Maßnahmen befinden, an der Tat beteiligt waren, wird laut Polizei noch ermittelt.
- Beziehung: In welchem Verhältnis die Opfer und der Tatverdächtige stehen, ist bislang nicht bekannt.
- Tathergang: Was genau gegen 12.10 Uhr in den Räumen der Einrichtung geschah, ist noch offen. Ein Zeuge schildert „Focus Online“, dass später eine Frau und ein junger Mann versucht hätten, vom Tatort wegzufahren. Mehrere Beamte sollen das Feuer eröffnet haben. Mindestens zehn, fünfzehn Schüsse seien gefallen, schätzt der Zeuge.
- Hintergründe: Wieso es zu der Tat kam, ist nicht bekannt. „Die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen“, sagt ein Polizeisprecher am Nachmittag am Tatort. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es jedenfalls keinen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität.