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Freistaat gibt 50.000 Euro für Kissinger-Stiftung in Fürth

Kurz vor seinem Tod feierte Henry Kissinger 2023 in seiner Geburtsstadt Fürth seinen 100. Geburtstag. Eine Stiftung soll an sein Leben erinnern. Das erste Geld für das Projekt steht bereit.

21.04.2026

Seinen 100. Geburtstag feierte Henry Kissinger in seiner Geburtsstadt Fürth - nun soll hier eine neue Stiftung zu seinen Ehren entstehen. (Archivbild)Daniel Vogl/dpa

Seinen 100. Geburtstag feierte Henry Kissinger in seiner Geburtsstadt Fürth - nun soll hier eine neue Stiftung zu seinen Ehren entstehen. (Archivbild)Daniel Vogl/dpa

© Daniel Vogl/dpa

Der Freistaat Bayern will die Gründung der Stiftung Henry Kissinger Haus Fürth mit 50.000 Euro anschieben. Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit. In Kissingers Geburtsstadt Fürth solle dazu eine Art Präsidentenbibliothek entstehen, in der an seine Amtszeit und seine Karriere erinnert werden. 

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hatten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, und die Kissinger-Vertraute und Biografin Evi Kurz bereits eine Absichtserklärung zur Gründung der Stiftung unterzeichnet. Sie soll an Kissingers Lebenswerk erinnern und die Völkerverständigung fördern.

Henry Kissinger war bis zu seinem Tod im Jahr 2023 eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Politik des 20. Jahrhunderts. Als US-Außenminister, Friedensnobelpreisträger und strategischer Denker gestaltete er weltpolitische Entwicklungen über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mit. Er trug entscheidend zur Entspannung im Kalten Krieg bei und setzte sich für eine stabile Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland ein.

„Ich denke, die transatlantischen Themen sind aktueller denn je und unsere wichtige Beziehung zu den Vereinigten Staaten auch in wirtschaftlicher Hinsicht, aber natürlich auch in sicherheitspolitischer Hinsicht“, sagte Herrmann.

Kissinger flüchtete 1938 mit Familie vor den Nationalsozialisten

Geboren in Fürth, verließ Kissinger mit seinen Eltern 1938 das von den Nationalsozialisten bedrohte Deutschland, um später in den USA eine außergewöhnliche Karriere als Politiker zu starten. Kissinger blieb dennoch zeitlebens eng mit seiner Heimatstadt Fürth, dem Freistaat Bayern und der Bundesrepublik Deutschland verbunden. Kurz vor seinem Tod feierte er 2023 in Fürth sogar noch seinen 100. Geburtstag.