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Fragezeichen bei Meister Eisbären: Das ist neu in Berlin

Der Rekordmeister war zuletzt das Maß aller Dinge in der DEL. Ob die Erfolgsserie in der neuen Saison weitergeht, muss sich zeigen – schließlich wurden einige Schlüsselpositionen neu besetzt.

16.09.2026

Der neue Cheftrainer Éric Dubois soll die Erfolgsserie der Eisbären Berlin fortsetzen.Elisa Schu/dpa

Der neue Cheftrainer Éric Dubois soll die Erfolgsserie der Eisbären Berlin fortsetzen.Elisa Schu/dpa

© Elisa Schu/dpa

Eigentlich könnten die Eisbären Berlin mit breiter Brust in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehen. Schließlich haben sie zuletzt dreimal hintereinander die Meisterschaft gewonnen und fünf Titel in den letzten sechs Jahren geholt. Doch Umbrüche auf wichtigen Positionen werfen Fragen auf, ob sich die Erfolgsserie nahtlos fortsetzen lässt. 

So gehen die Berliner ohne ihren langjährigen Erfolgstrainer Serge Aubin in die neue Spielzeit, die sie am Donnerstag mit einem Heimspiel gegen die Straubing Tigers eröffnen (19.30 Uhr, live bei Magentasport). Noch am Abend des jüngsten Finaltriumphs gegen die Adler Mannheim im Mai wurde bekannt, dass er zum Schweizer Traditionsclub SC Bern wechseln würde. Auch Aubins Assistenten Rob Collins und André Rankel, der Ende August zum Cheftrainer der deutschen Herren-Nationalmannschaft ernannt wurde, haben die Eisbären verlassen.

Neue Trainer, neue Torhüter

Aubins Nachfolger wurde Éric Dubois, der zuvor noch nie Cheftrainer eines Profiteams gewesen war. Der 56 Jahre alte Kanadier hatte nach vielen Co-Trainer-Stationen in Nordamerika zuletzt als Assistenzcoach beim ERC Ingolstadt die DEL kennengelernt. „Es ist eine Ehre, Cheftrainer dieser Organisation zu sein“, sagte Dubois. „Ich bin sehr stolz darauf. Es ist eine Herausforderung, aber jeder hätte diesen Job gerne bekommen.“

An seiner Seite steht mit Dan Lambert, der die neue Rolle des Associate Coach übernahm, ein weiterer routinierter Kanadier, der bereits den Trainerstäben einiger Teams aus der National Hockey League (NHL) angehörte. Nach Rankels überraschendem Abschied wird er nun größere Verantwortung übernehmen. Sportdirektor Stéphane Richer bekräftigt das Vertrauen in die beiden Neulinge: „Wir sind von Éric und Dan überzeugt. Sie sind erfahrene Trainer.“

Komplett neu ist auch das Goalie-Duo. Jake Hildebrand und Jonas Stettmer, die entscheidend zu den drei jüngsten Meistertiteln beigetragen hatten, wechselten nach Mannheim und Ingolstadt. Nun sollen Jack LaFontaine und Jonas Neffin ihr Erbe antreten. „Wir haben ein sehr gutes Duo und viel Vertrauen in unsere Torhüter“, betonte Richer.

Headcoach Dubois lobt seine Jungprofis

Für die Berliner spricht, dass sie in Abwehr und Angriff kaum Veränderungen am zuletzt so erfolgreichen Team vornehmen mussten. Nahezu alle Leistungsträger der vergangenen Jahre laufen weiterhin für die Eisbären auf. „Wir konnten natürlich den restlichen Meisterkader behalten, und darüber freuen wir uns“, erklärte Richer. Namhaftester Abgang war Marcel Noebels, der nach zwölf Jahren in Berlin zu den Kölner Haien wechselte. Dafür kehrte Gabriel Fontaine nach einer Saison beim EHC Red Bull München in die Hauptstadt zurück.

Deutlich stärker besetzt als zuletzt sind die Berliner im U23-Bereich. Die neu verpflichteten Angreifer Tobias Krestan (18) und Rihards Griva (19) konnten ebenso wie Eric Hördler (22) in der Vorbereitung und in den vier Spielen in der Champions Hockey League (CHL) überzeugen. Weil erfahrene Profis wie Frederik Tiffels, Lean Bergmann und Patrick Khodorenko verletzungsbedingt ausfielen, erhielten sie wichtigere Rollen. „Ich bin sehr beeindruckt“, lobte Trainer Dubois. „Sie sind jung, aber sie helfen dem Team, zu gewinnen.“

Auch zum Saisonstart gegen Straubing werden Khodorenko und Bergmann definitiv fehlen. Zudem ist Mannschaftskapitän Kai Wissmann noch gesperrt. Wer im Tor beginnen wird, ließ Dubois noch offen.