dpa

Forschung am Flugplatz – Drohneneinsatz für Krisenfälle

Wo Wissenschaft abhebt: Die Technische Hochschule Wildau nutzt einen Flugplatz in Brandenburg als Forschungslabor. Wie könnten die Drohnen in Krisen weiterhelfen?

01.04.2026

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) informiert sich am Flugplatz Schönhagen über Forschungsprojekte der Technischen Hochschule Wildau.Soeren Stache/dpa

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) informiert sich am Flugplatz Schönhagen über Forschungsprojekte der Technischen Hochschule Wildau.Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Die Technische Hochschule Wildau testet auf dem Flugplatz Schönhagen südlich von Berlin Drohnen für den Kriseneinsatz. Die über 5G-Mobilnetze gesteuerten Drohnen sollen nach Angaben der Hochschule zur Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt werden. Außerdem könnten diese dazu dienen, Munition unterhalb der Erdoberfläche aufzuspüren, mit Hilfe von KI könnten zudem von Roboteraugen Hindernisse auf Landebahnen identifiziert werden.

Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) sprach von der Umsetzung zukunftsweisender Projekte. „Damit bringt die TH Wildau Innovationen zum Fliegen und stärkt die Region als Luftfahrtstandort der Zukunft“, sagte Schüle bei einem Besuch des Flugplatzes bei Trebbin (Landkreis Teltow-Fläming). Das zeige: Wissenschaft habe einen Mehrwert zum Nutzen der Menschen, um das Leben sicherer und besser zu machen, so die Ministerin.

Schüle sieht die Forschungsprojekte am Flugplatz nach eigenen Worten als zukunftsweisend an.Soeren Stache/dpa

Schüle sieht die Forschungsprojekte am Flugplatz nach eigenen Worten als zukunftsweisend an.Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Drohnen und ein fliegendes Labor

Die TH Wildau nutzt den Flugplatz Schönhagen als Forschungsstandort für Luftfahrttechnik. Sie setzt auch ein Forschungsflugzeug ein, das als fliegendes Labor dient. TH-Präsidentin Ulrike Tippe sagte, der Anspruch der Hochschule sei, mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufzugreifen und dafür konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. 

Die Hochschule arbeitet unter anderem mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der Technischen Universität Berlin, Fraunhofer-Instituten und der Deutschen Telekom zusammen. Die TH Wildau im Landkreis Dahme-Spreewald wurde 1991 gegründet und hat nach eigenen Angaben rund 3.500 Studentinnen und Studenten.