dpa

Flüssigkeitsattacke auf AfD-Stand – Staatsschutz ermittelt

Neun Menschen wurden leicht verletzt, darunter mehrere Abgeordnete. Auch der AfD-Landeschef war während der Attacke am Stand anwesend.

03.09.2026

Die Polizei ermittelt nach einer Flüssigkeitsattacke auf einen AfD-Stand in Bad Kreuznach. (Symbolbild)Patrick Seeger/dpa

Die Polizei ermittelt nach einer Flüssigkeitsattacke auf einen AfD-Stand in Bad Kreuznach. (Symbolbild)Patrick Seeger/dpa

© Patrick Seeger/dpa

Nach einer Flüssigkeitsattacke auf einen AfD-Informationsstand im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach ermitteln Polizei, Staatsanwaltschaft und Staatsschutz wegen einer möglichen politisch motivierten Tat. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag. Ein Unbekannter schüttete aus einem angrenzenden Gebäude eine Flüssigkeit in Richtung des Standes, wie die Polizei mitteilte. Dabei erlitten neun Menschen leichte Hautreizungen. Nach Angaben der AfD war auch der Landesvorsitzende Sebastian Münzenmaier anwesend. 

Die Polizei will den Tatverdächtigen, Zeugen und die Verletzten befragen. Zwei der Betroffenen seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, hätten dieses aber inzwischen wieder verlassen können. Die Ermittlungen zum Hintergrund des Vorfalls und zur Art der Flüssigkeit dauern an. Ein Polizeisprecher erklärte, es gebe noch keine neuen Erkenntnisse. 

„Es war ein gefährlicher Angriff“, sagte die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst. Glücklicherweise habe ein Sonnenschirm einen Großteil der Flüssigkeit abgehalten. Höchst war auch selbst vor Ort und habe ärztlich behandelt werden müssen. Die Polizei bestätigte, dass die Abgeordnete auf der Liste der verletzten Personen stehe. 

Nach Angaben der AfD waren neben Landeschef Münzenmaier und Höchst auch die Landtagsabgeordneten Damian Lohr und Jürgen Klein anwesend. „Wir werden uns durch solche Angriffe nicht einschüchtern lassen“, teilte Jürgen Klein, Vorsitzender des AfD Kreisverbands Bad Kreuznach, mit.