Fliegerbombe in Neukölln: Polizei plant Evakuierung
Am Weigandufer ist eine Bombe gefunden worden. Die Polizei stellt sich auf eine Entschärfung noch heute ein. Der Bereich muss wohl in einem Umkreis von 300 Metern evakuiert werden.
In Berlin-Neukölln ist auf dem Grund des Schifffahrtskanals eine Fliegerbombe gefunden worden.Annette Riedl/dpa
© Annette Riedl/dpa
Nach dem Fund einer Fliegerbombe in Berlin-Neukölln bereitet die Polizei die Evakuierung rund um den Fundort vor. Derzeit sei mit einem Sperrkreis von 300 Metern zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher. Es sei denkbar, dass der Radius noch auf 500 Meter erweitert werde. Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, blieb unklar.
Derzeit sei ein Kernbereich von 50 Metern abgesperrt, der nach und nach ausgeweitet werde. Wann die Evakuierung beginne, sei unklar, sagte der Sprecher. Angesichts der ungeplanten Lage müssten zunächst ausreichend Einsatzkräfte an der Stelle zusammengerufen werden.
Sonnenallee in der Nähe
Die Bombe war den Angaben der Polizei zufolge gegen 10.40 Uhr bei einer geplanten Suche nach Altlasten auf dem Grund des Neuköllner Schifffahrtskanals zwischen der Teupitzer und der Treptower Straße gefunden worden. Die belebte Sonnenallee ist nur wenige Querstraßen entfernt.
Der etwa 100 Kilogramm schwere Sprengsatz sei daraufhin an die Oberfläche gebracht worden und liege dort derzeit auf einem Kahn, hieß es. Später soll sie den Angaben zufolge aufs Ufer gehoben werden. Geplant sei, die Bombe mit einer Hochdruckwasserschneidanlage zu entschärfen, mit der der Zünder herausgeschnitten werde.
Der Einsatz könnte sich laut dem Sprecher bis in die Nacht ziehen. Die Evakuierung eines Sperrkreises dauert in der Regel viele Stunden, weil die Einsatzkräfte sichergehen müssen, dass sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner das Gebiet wirklich verlassen haben. Auch Liegend- und Sitztransporte für mobilitätseingeschränkte Menschen müssen organisiert werden.