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Fischereischein jetzt digital – Smartphone reicht

Angel-Fans aufgepasst: Den Fischereischein für Nord- und Ostsee gibt es jetzt digital – und das Smartphone wird zum neuen Ausweis am Wasser.

27.01.2026

Der Fischereischein wird nun digital ausgestellt. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

Der Fischereischein wird nun digital ausgestellt. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Wer im Urlaub an Nord- oder Ostsee angeln will, kann den Urlauberfischereischein in Schleswig-Holstein mittlerweile online beantragen. Das gilt auch für dauerhafte Fischereischeine und Fischereiabgaben. „Damit haben wir die technische Voraussetzung für einen perspektivisch einheitlichen Fischereischein in Deutschland geschaffen, der künftig auch länderübergreifend digital überprüfbar ist“, sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU). Alle Unterlagen ließen sich bequem auf dem Smartphone speichern.

Hier geht es zum Fischereischein: https://serviceportal.gemeinsamonline.de/Onlinedienste/Service/Entry?id=FISCHAUSST&location=010020000000. Urlauber beantragen ihn hier: https://serviceportal.gemeinsamonline.de/Onlinedienste/Service/Entry?id=URLFISCGV&location=010020000000. Fischereiabgaben lassen sich hier entrichten: https://serviceportal.gemeinsamonline.de/Onlinedienste/Service/Entry?id=FISCHABZAH&location=010020000000. Wer das nicht digital machen will, kann einen analogen Fischereischein bekommen im Scheckkartenformat.

„Eine Neuausstellung nach einem Umzug zwischen Bundesländern, die sich an dem Verfahren beteiligen, ist künftig nicht mehr notwendig“, sagte Schmachtenberg. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) betonte, „zahlreiche zentrale Verwaltungsleistungen wie die elektronische Wohnsitzanmeldung, i-Kfz, eGewerbe oder eben der digitale Fischereischein stehen den Menschen in Schleswig-Holstein vollständig digital zur Verfügung“.

Höhere Kosten

Zum Angeln ist in Schleswig-Holstein ein Fischereischein nötig, Ausnahmen sind gewerbliche Angelteiche und Angelkutter. Hinzu kommen eine Fischereiabgabe in Höhe von 18 Euro pro Jahr zuzüglich zwei Euro Verwaltungsgebühr online und zuzüglich einmalig zehn Euro bei Entrichtung in der örtlichen Behörde oder in einer Außenstelle der Fischereiaufsicht.

Im nördlichsten Bundesland gibt es nach Ministeriumsangaben rund 80.000 Fischereischeine, deutschlandweit sind es mehr als 1,3 Millionen. Andere Länder wollen sich den Angaben zufolge an dem in Schleswig-Holstein entwickelten EDV-Verfahren beteiligen. Nordrhein-Westfalen und Hessen planten, die Lösung ebenfalls einzusetzen. Weitere Bundesländer hätten Interesse signalisiert.

Alte Papier-Fischereischeine bleiben bis Ende 2030 gültig und können ausschließlich persönlich bei den örtlich zuständigen Behörden umgetauscht werden.