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Fiebich im Fokus: Als „graue Eminenz“ in die Heim-WM

Leonie Fiebich ist immer da, wenn das Basketball-Nationalteam ruft. Jetzt wartet mit der Heim-WM in Berlin das große Highlight. Und wieder wird es vor allem auf Fiebich ankommen.

02.09.2026

Auf Leonie Fiebich wird es bei der Basketball-WM ganz besonders ankommen. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

Auf Leonie Fiebich wird es bei der Basketball-WM ganz besonders ankommen. (Archivbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Die wichtigste deutsche Basketballerin kam als letzte in Berlin an. Erst am Wochenende stieß Leonie Fiebich zum deutschen Team, nachdem sie am Samstag noch für New York Liberty in den USA auf dem Parkett gestanden hatte. Doch nun ist Fiebich in Deutschland und kennt nur noch einen Gedanken: die Heim-WM in Berlin.

„Ich bin total gehyped, wenn ich ehrlich bin. Wir warten schon so lange darauf und dass es jetzt endlich losgeht, das ist ein bisschen surreal“, sagte die 26-Jährige. Am Freitag (17.45 Uhr) treffen die deutschen Basketballerinnen in der Berliner Uber Arena auf Vize-Europameister Spanien.

Es ist wahrscheinlich schon das Schlüsselspiel um den Gruppensieg. Weitere Gegner sind am Samstag Japan und am Montag Mali. Der Gruppenerste schafft es direkt ins Viertelfinale, der Zweite und Dritte spielen in den Play Ins um die letzten Tickets für die Runde der letzten Acht.

Das große Ziel ist eine Medaille

Um das große Ziel einer Medaille möglich werden zu lassen, kommt es in den Tagen von Berlin besonders auf Fiebich an. Vor allem, weil Satou Sabally wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung fehlt und auch deren Schwester Nyara Sabally angeschlagen in das Turnier geht.

„Leo ist so etwas wie die graue Eminenz im Team. Leo steht für Professionalität, Fitness und Spielintelligenz. Ihre gesamte Art und Weise, wie sie den Raum betritt, hebt das Niveau und die Standards“, sagte Bundestrainer Olaf Lange im Podcast „Basketball Deutschland“ von Magentasport über seinen Star. „Da sieht man sofort - ohne dass ich als Trainer irgendetwas machen muss - wie sich die Mannschaft an Leo orientiert.“

Rasante Entwicklung

Die in Landsberg am Lech geborene Fiebich hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Wurde sie früh in ihrer Karriere noch von zwei Kreuzbandrissen gestoppt, ist Fiebich inzwischen längst zur aktuell erfolgreichsten deutschen Basketballerin geworden.

2024 war sie schon als Anführerin bei den Olympischen Spielen dabei, wo Deutschland überraschend den Viertelfinal-Einzug schaffte. Wenig später feierte sie mit New York Liberty an der Seite von Nyara Sabally den WNBA-Titel und ließ sich danach von einer riesigen Menschenmenge bei der Parade durch New York feiern.

Auch bei der EM im vergangenen Jahr mit einer Vorrunde in Hamburg trug sie die meiste Last auf ihren Schultern und führte das deutsche Team auf Platz fünf. Dass sie nun in Berlin wieder eine Schlüsselrolle einnimmt, ist für sie daher kein Problem. „Das ist ja nicht unbedingt etwas Neues für mich. Ich bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Fiebich. 

„Ich freue mich eigentlich total drauf. Es ist ja so ein bisschen positiver Druck, der so eine Heim-WM mit sich bringt. Ich nehme die Challenge gerne an“, meinte Fiebich weiter, die eigentlich das ganze Jahr auf dem Basketball-Feld steht.

Fiebich als Vielspielerin

In der Zeit, in der die WNBA pausierte, spielte sie in Spanien für Valencia und holte mit dem Team den Titel. Zwischendurch war sie in Lyon bei der für das deutsche Team eigentlich bedeutungslosen WM-Qualifikation wie selbstverständlich auch noch im Nationaltrikot dabei. Dann ging es wieder nach New York. 

Dass die WM nun in nur zehn Tagen mitten in der WNBA-Saison durchgepeitscht wird, ist für Fiebich daher keine große Sache. „Für mich ist ja irgendwie das ganze Jahr Saison. Ich bin das schon gewohnt, immer so von A nach B zu springen. Ich gehe immer gerne nach dem Motto „Be where your feet are“, also einfach präsent sein im Moment. Das läuft ganz gut bisher“, beschrieb Fiebich ihr Motto.

Lob vom Superstar

Vor ihr hat selbst die Prominenz der WNBA Respekt. „Es wird gerne übersehen, wie gut sie in der Defense ist“, lobte Superstar Caitlin Clark von den Indiana Fever die Deutsche nach dem direkten Duell vor eineinhalb Wochen. „Dazu kann sie ihre Würfe treffen, das Feld breit machen und macht immer das richtige Play.“

Liberty-Coach Chris DeMarco ging nach Fiebichs Comeback nach wochenlanger Knöchelverletzung sogar noch einen Schritt weiter. „Sie ist eine der besten Spielerinnen in der WNBA.“

Endlich beim Team: Leonie Fiebich.Soeren Stache/dpa

Endlich beim Team: Leonie Fiebich.Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Endlich beim Team: Leonie Fiebich soll das deutsche Team bei der WM anführen.Soeren Stache/dpa

Endlich beim Team: Leonie Fiebich soll das deutsche Team bei der WM anführen.Soeren Stache/dpa

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