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Feuerwehren kämpfen gegen Waldbrände in Bayern

Extreme Trockenheit und Hitze machen es den Flammen leicht, sich auszubreiten. Deshalb sorgen mehrere Waldbrände in Bayern für große Sorge. Der Stand der Dinge.

01.08.2026

Der Waldbrand in Freudenberg ist unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände dauern an. Tizian Gerbing/dpa

Der Waldbrand in Freudenberg ist unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände dauern an. Tizian Gerbing/dpa

© Tizian Gerbing/dpa

Bei Hitze und extremer Trockenheit haben mehrere Waldbrände in Bayern die Feuerwehren in Atem gehalten - und es gibt Verletzte. Bei Löscharbeiten auf dem Johannisberg in der Oberpfalz seien sieben Einsatzkräfte verletzt worden, teilte das Landratsamt Amberg-Sulzbach über ein Feuer in Freudenberg mit. Weitere Brände gab es in den Chiemgauer Alpen und in Bad Reichenhall, wo nach einem Blitzeinschlag an der Südseite des Hochstaufens ein Feuer ausgebrochen war. 

Das Feuer auf dem Johannisberg war am Freitagabend entdeckt worden. Hunderte Kräfte rückten an und wurden von einem Hubschrauber unterstützt, um die Flammen auf einer Fläche von 5,7 Hektar zu löschen. Auch eine Straße wurde gesperrt. 

Mehr als 10.000 Liter Löschwasser

Am Samstagvormittag gab es dann Entwarnung. Das Feuer sei unter Kontrolle und breite sich nicht weiter aus, hieß es. Der Abwurf von insgesamt mehr als 10.000 Litern Löschwasser habe gewirkt. 

Die Feuerwehr rechnet allerdings damit, dass die Löscharbeiten noch mehrere Tage andauern werden, ebenso wie die Rauchentwicklung. Das unwegsame Gelände erschwere das Vorankommen. Teils seien Löscharbeiten nur zu Fuß möglich. Für die Anwohner besteht laut Landratsamt keine Gefahr. 

Aufwändige Nachlöscharbeiten in den Alpen

Der Waldbergbrand in den Chiemgauer Alpen wurde mit Hubschraubern gelöscht, jetzt suchen die Einsatzkräfte nach den Glutnestern. Uwe Lein/dpa

Der Waldbergbrand in den Chiemgauer Alpen wurde mit Hubschraubern gelöscht, jetzt suchen die Einsatzkräfte nach den Glutnestern. Uwe Lein/dpa

© Uwe Lein/dpa

In den Chiemgauer Alpen in Oberbayern laufen Nachlöscharbeiten nach einem Waldbergbrand. Seit dem Morgen suchten Einsatzkräfte nach Glutnestern im steilen Gelände, wie ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein sagte. Besonders am Grat seien Glutnester oft nicht mit dem Hubschrauber, sondern nur per Seilschaft zu erreichen. Daher müssten die optimalen Routen gefunden und geplant werden. Ein Hubschrauber und rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Bergwacht seien dafür bei Unterwössen (Landkreis Traunstein) im Einsatz, sagte der Sprecher. 

Das Feuer in dem Bergwald nahe der Lackenbergwand war am Mittwochabend entdeckt worden. Hitze und extreme Trockenheit erschwerten die Löscharbeiten. Zwischenzeitlich wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Seit Freitag ist der Brand gelöscht. In der Nacht flog dem Sprecher zufolge eine Drohne mit Wärmebildfunktion über das Gebiet. Demnach bildeten sich zwar vereinzelt Rauch und Glutnester am Berg, allerdings flammte das Feuer nicht wieder auf. 

Die zwischenzeitlich gesperrte Bundesstraße 305 und der Wössener See - das örtliche Badegewässer - sind wieder freigegeben. Das Gebiet rund um die Lackenbergwand darf aber weiterhin nicht betreten werden.

Blitzschlag entfacht Brand am Berg

Auch bei Bad Reichenhall kämpfen die Einsatzkräfte seit dem Morgen gegen die Glutnester. Dort hatte ein Blitzeinschlag am Freitagabend einen Brand an der Südseite des Hochstaufens entfacht. Laut Polizei half der Regen gegen die Flammen, die Glutnester müssen nun aber weiter bekämpft werden, teilweise per Hand. Insgesamt sei das Ausmaß des Feuers überschaubar. Die Stadt Bad Reichenhall und die Feuerwehr wiesen darauf hin, dass der Aufenthalt im Gebiet des Hochstaufens trotzdem gefährlich sei und gemieden werden solle.