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Nach Unwetter - Zahlreiche Schäden in Bodenseeregion

Windgeschwindigkeiten bis 143 km/h, gesperrte Straßen und Schäden an Bahnstrecken: Wie das Unwetter in der Bodenseeregion den Alltag vieler Menschen getroffen hat.

29.08.2026

Wegen des war der Ortsteil Bohlingen zeitweise gesperrt. Silas Stein/dpa

Wegen des war der Ortsteil Bohlingen zeitweise gesperrt. Silas Stein/dpa

© Silas Stein/dpa

Ein abgesperrter Ort, umgefallene Bäume und massive Schäden. Das heftige Unwetter vom Freitag hat zahlreiche Folgen gehabt. Vor allem ein Ort im Süden Baden-Württembergs hat noch zu kämpfen.

Im Ortsteil Bohlingen, der zu der Stadt Singen gehört und zwischen Schweizer Grenze und Bodensee liegt, hat das Unwetter besonders stark gewütet. Laut Polizei waren über 190 Häuser durch Sturmböen und umgestürzte Bäume beschädigt worden. Ein Haus sei demnach nicht mehr bewohnbar. Ein Mensch wurde leicht verletzt. Die Ermittler gehen von mehreren hunderttausend Euro Schaden aus.

Ortsteil nicht passierbar

Nach dem Unwetter war der Ortsteil für den kompletten Tag gesperrt worden. Außer Anwohnern und Einsatzkräften durfte niemand in den Ortsteil hineinfahren. Einsatzfahrzeuge und Trümmerteile auf den Straßen hätten ein Passieren unmöglich gemacht, so die Polizei.

Der Sturm deckte zahlreiche Hausdächer ab. Silas Stein/dpa

Der Sturm deckte zahlreiche Hausdächer ab. Silas Stein/dpa

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Inzwischen seien die Straßen wieder geöffnet. Feuerwehrleute arbeiten auch am Samstag noch an der Beseitigung der Schäden. „Es wird wahrscheinlich noch Tage dauern, bis hier alles aufgeräumt ist“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Mario Dutzi am Samstagvormittag. Er schätzte, dass die Feuerwehr noch den Tag über im Einsatz sein wird.

Fluss droht überzulaufen

Umgefallene Bäume verstopften zudem den Fluss Aach und das Wasser staute sich. Zwischenzeitlich bestand Überflutungsgefahr, wie die Polizei mitteilte. Feuerwehrleuten befreiten den Fluss.

Auch im Zugverkehr sorgten umgestürzte Bäume für zahlreiche Schäden an Oberleitungen. Am Samstagmittag war die Strecke zwischen Singen und Konstanz wegen Reparaturarbeiten noch gesperrt. Laut der Deutschen Bahn sind die Linien RE 2, RE 3 und RB 31 betroffen. Es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Feuerwehrleute mussten zahlreiche umgestürzte Bäume beiseiteschaffen. Silas Stein/dpa

Feuerwehrleute mussten zahlreiche umgestürzte Bäume beiseiteschaffen. Silas Stein/dpa

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Terrassen verwüstet, Stände umgeweht

Auch bei Gastronomen rund um den Bodensee hinterließ der Sturm Spuren. Bei der Gaststätte „Die Mole“ in Radolfzell wurde die Terrasse verwüstet. Ein Video des Betriebs auf Instagram zeigt den Grad der Verwüstung. Ein Eisstand wurde vom Wind umgeworfen.

Das „Seeliebe Beach“ in Sipplingen musste seine Anlage nach dem Unwetter schließen, um die Schäden zu beseitigen. Umgestürzte Stühle, beschädigte Sonnenschirme sowie Äste und Blätter mussten beseitigt werden, wie die Betreiber auf Instagram berichteten.

DWD: Windgeschwindigkeiten von bis zu 143 km/h

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bezeichnete das Unwetter als außergewöhnlich. Vor allem die Stärke der Sturmböen sei bemerkenswert, sagte ein DWD-Meteorologe. Eine Messstation in Schaffhausen registrierte demnach Windgeschwindigkeiten von bis zu 143 Kilometern pro Stunde, das entspricht Orkanstärke 12. Auf dem weiteren Weg Richtung Osten schwächte sich die Gewitterfront ab.

Nach Angaben des DWD bestand die Wetterlage aus zahlreichen Gewitterzellen. Solche Zellen können sich gegenseitig verstärken und über längere Zeit bestehen bleiben. Im Raum Stuttgart fiel das Unwetter nach Angaben des DWD dagegen weniger heftig aus.