Feuer in Frankfurter Schule – Brandstiftung vermutet
In einer Schule brennt ein Lagerraum mit Hilfsgütern für die Ukraine. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Handelt es sich um einen Anschlag?
Über 100 Feuerwehrkräfte löschen den Brand in Frankfurt. (Symbolbild)Boris Roessler/dpa
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Das Feuer in einer Frankfurter Schule ist nach Einschätzung der Polizei vorsätzlich gelegt worden. Aufgrund der Spurenlage gingen die Ermittler davon aus, dass unbekannte Täter den Brand gelegt hätten, teilte die Frankfurter Polizei mit. In dem betroffenen Gebäudeteil lagerte eine Hilfsorganisation Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine.
Deshalb sei auch der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden worden. Dieser ermittelt, wenn politische Motive vermutet werden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder zu den Tätern geben können, sich zu melden.
Das Feuer war am frühen Freitagmorgen von Anwohnern gemeldet worden und hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Wegen der Herbstferien war an der Schule kein Betrieb. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Abend. Die Höhe des Sachschadens war am Samstag weiterhin unklar.
Minister: Gezielter Brandanschlag wäre besonders verwerflich
Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte, wer Hilfsgüter sammele und zur Verfügung stelle, übernehme in besonderer Weise Verantwortung. „Sollte sich im Verlaufe der weiteren Ermittlungen herausstellen, dass es sich bei dem Brand in Frankfurt um einen gezielten Brandanschlag gegen den Ukraine-Hilfsverein handelt, wäre dies eine besonders verwerfliche Tat“, erklärte der Minister. Sie würde sich nicht nur gegen fremdes Eigentum, sondern unmittelbar auch gegen Menschlichkeit und Solidarität richten.
„Ich bin zuversichtlich, dass es den Ermittlern gelingen wird, Brandursachen und etwaige Motive aufzuklären sowie Täter erforderlichenfalls mit der Konsequenz des Rechtsstaats zur Rechenschaft zu ziehen“, fügte Poseck hinzu.