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Festnahme nach Steinwurf aus Hochhaus auf Polizeiauto

Eine Polizistin wurde in Kiel schwer verletzt, der mögliche Täter sitzt nun in Haft. Doch die Ermittlungen enthüllen noch mehr – wie kam es zum Verdacht des versuchten Mordes?

24.07.2026

Aus einem der oberen Stockwerke war der Pflasterstein geworfen worden. (Archivbild)Bodo Marks/dpa

Aus einem der oberen Stockwerke war der Pflasterstein geworfen worden. (Archivbild)Bodo Marks/dpa

© Bodo Marks/dpa

Fast zwei Monate nach dem Wurf eines Pflastersteins aus einem Kieler Hochhaus auf ein Polizeiauto sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Fahnder nahmen am Donnerstag einen 21 Jahre alten Mann fest, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Eine 25 Jahre alte Polizistin war schwer an Hand und Fuß verletzt worden.

Am 14. Juli hatte die Polizei in einer großangelegten Aktion die Bewohner des Hochhauses um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. An dem Stück der Betonplatte, das in der Nacht zum 2. Juli im Stadtteil Mettenhof die Frontscheibe des Polizeiwagens durchschlagen hatte, war DNA-Material gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Kiel bewertet die Tat als versuchten Mord.

Umfangreiche Ermittlungen hätten den Verdacht einer Tatbeteiligung gegen den 21-jährigen Deutschen ergeben. Ein Haftrichter erließ den Angaben zufolge Haftbefehl wegen versuchten Mordes und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt. Polizisten durchsuchten mehrere Objekte in Kiel. Dabei hätten sich Hinweise ergeben, dass der Verdächtige im erheblichen Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt habe.