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Fast 1.000 Verfahren abgeschlossen – Gesundheitsberufe vorn

Ob Krankenhaus, Apotheke oder Pflegeheim - vor allem das Gesundheitswesen ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Voraussetzung ist die Anerkennung ihrer Abschlüsse.

24.07.2026

Medizinisches Personal wie Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker wird in Thüringen vielerorts dringend gebraucht (Symbolbild).Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Medizinisches Personal wie Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker wird in Thüringen vielerorts dringend gebraucht (Symbolbild).Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Gesundheitspersonal dominiert in Thüringen weiterhin die Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Zwei Drittel der im vergangenen Jahr in die Wege geleiteten Anerkennungsverfahren betrafen medizinische Gesundheitsberufe, wie das Statistische Landesamt mitteilte. 748 Migranten aus dem Gesundheitsbereich hatten demnach 2025 die Anerkennung ihrer im Herkunftsland erworbenen Abschlüsse beantragt. Mit deutlichem Abstand folgen Fachleute in Lehr- und ausbildenden Berufen, hier liefen 176 Verfahren.

Fast 1.000 Anerkennungsverfahren abgeschlossen

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 992 von 1.121 laufenden Anerkennungsverfahren abgeschlossen. Dies seien 70 mehr als 2024 und bedeute einen neuen Höchststand, hieß es von den Statistikern. In knapp einem Drittel der Fälle wurde eine ausländische Berufsausbildung als deutschen Abschlüssen voll gleichwertig anerkannt. 

Gut die Hälfte der Antragsteller hätten wesentliche Unterschiede gegenüber deutschen Berufsqualifikationen ausgleichen müssen. Ein teilweiser Berufszugang wurde 24 Migranten erlaubt, nicht anerkannt wurden 101 Abschlüsse. Fast die Hälfte der Antragsteller (549) kamen aus Ländern außerhalb Europas, wobei Asien mit 357 Anerkennungsverfahren dominierte.

Vor allem für Kliniken in Thüringen sind ausländische Ärzte inzwischen unentbehrlich. Nach früheren Angaben der Landesärztekammer arbeiteten Ende 2025 allein an Krankenhäusern 1.581 ausländische Ärzte, das ist mehr als ein Viertel der Klinikärzte in Thüringen insgesamt.