Falsche Polizisten ergaunern hohe Geldbeträge per Telefon
Betrüger geben sich als Polizisten aus. Sie verlangen von zwei Frauen fünfstellige Geldbeträge als vermeintliche Kaution, um Familienmitglieder freizukaufen. Der Betrug fliegt auf - aber zu spät.
Betrüger ergaunern hohe Geldbeträge von zwei Frauen im Landkreis Börde. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa
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Betrüger haben sich von zwei Frauen im Landkreis Börde hohe Geldbeträge geben lassen, indem sie sich als Polizisten ausgaben. In einem Fall forderten sie 17.000 Euro telefonisch von einer 87-Jährigen aus Haldensleben, wie die Polizei mitteilte.
Mit dem Geld sollte eine vermeintliche Haft ihres Enkels abgewendet werden. Zwei Unbekannte nahmen nach dem Telefonat den Betrag an der Wohnanschrift entgegen. In einem anderen Fall wurde eine 79-Jährige aus Oschersleben um insgesamt 30.000 Euro betrogen.
Eine angebliche Polizistin behauptete am Telefon, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Kleinkind verletzt worden sei. Die angebliche Polizeimitarbeiterin ließ sich dann 20.000 Euro als Kaution von der Seniorin geben. Anschließend meldete sich die Betrügerin erneut. Das Geld habe nicht ausgereicht, weitere 10.000 Euro seien nötig.
Nachdem die Rentnerin auch diesen Betrag übergeben hatte, erschien ihre Tochter bei ihr. Der Betrug flog auf - die Täter wurden bisher nicht geschnappt. Die Polizei rät, nicht auf telefonische Geldübergaben zu reagieren, sondern sofort das Gespräch zu beenden. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft fordern per Telefon Geldübergaben, um angeblich verhaftete Angehörige freizukaufen.