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Fahrerloser Wagen setzt nach Unfall Notruf selbstständig ab

Nach einem Autounfall rückt die Polizei zu einem Friedhof aus. Doch der Fahrer saß gar nicht in seinem Wagen und hat auch nicht den Notruf gewählt. Wer stattdessen die Einsatzkräfte alarmierte.

13.05.2026

Bei diesem Unfall alarmierte das Auto selbst den Notruf. (Symbolbild)Stefan Puchner/dpa

Bei diesem Unfall alarmierte das Auto selbst den Notruf. (Symbolbild)Stefan Puchner/dpa

© Stefan Puchner/dpa

Ohne Fahrer ist ein Auto im bayerischen Oberfranken, unweit der Grenze zu Thüringen, losgerollt und hat nach einem Unfall selbstständig einen Notruf abgesetzt. Ein 65-Jähriger hatte zuvor seinen Wagen an einem abschüssigen Gelände nicht richtig gesichert, wie die Polizei mitteilte. Der Wagen rollte am Dienstag quer über eine Wiese in Sonnefeld (Landkreis Coburg) und prallte gegen die Aussegnungshalle eines nahegelegenen Friedhofes. Durch die Wucht des Aufpralls löste der Wagen selbstständig einen Notruf aus. 

Als Polizei und Rettungsdienst ankamen, sei der 65-Jährige sichtlich verwundert über den Einsatz gewesen, hieß es in der Mitteilung weiter. Er habe sich den Einsatz zunächst nicht erklären können. Laut den Ermittlern entstand an dem Friedhofsgebäude lediglich ein geringer Schaden. Das Auto musste abgeschleppt werden. 

In neueren Autos ist eine sogenannte eCall-Technologie verbaut, wie der ADAC erklärt. Wenn bei Unfällen der Airbag auslöst, sendet der Wagen per Satellit automatisch den Unfallort sowie weitere Informationen, etwa Fahrzeugtyp und Anzahl der Insassen, an die Notrufzentrale. Durch diese Technologie soll der Rettungsdienst schneller an den Unfallort kommen als beim herkömmlichen Notruf.