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FCH fehlte Ansage von Müller: „Hätte einen Satz gebraucht“

Der Abschied von Torhüter Kevin Müller sorgt beim 1. FC Heidenheim für Diskussionen. Trainer Frank Schmidt schildert vor dem Leipzig-Spiel seine Sichtweise und legt Wert auf Loyalität.

23.01.2026

Kevin Müller ist von Heidenheim zum FC Schalke ausgeliehen. (Archivbild)Harry Langer/dpa

Kevin Müller ist von Heidenheim zum FC Schalke ausgeliehen. (Archivbild)Harry Langer/dpa

© Harry Langer/dpa

Trainer Frank Schmidt hat ein klares Bekenntnis des nun abgewanderten Torhüters Kevin Müller zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Heidenheim vermisst. „Es hätte nur einen Satz gebraucht“, sagte Schmidt mit Blick auf seinen Wunsch an Müller und bezog sich dabei wohl auf die Situation im vergangenen Sommer. „Ich habe meinen Vertrag verlängert. Ich stehe zu 100 Prozent zum 1. FC Heidenheim, ich will nicht wechseln, ich sehe meine Zukunft hier. Das hätte mir gereicht. Aber so war es eben nicht.“

Nach einem Jahrzehnt beim FCH wurde der frühere Stammkeeper vor wenigen Tagen an den Zweitligisten FC Schalke 04 ausgeliehen. Im Sommer 2025 hatte es ungewöhnliche Unruhe in Heidenheim um die Torhüter-Diskussion gegeben. 

Schmidt: „Wir haben kein Schauspiel gemacht“

Der Club hatte Diant Ramaj als neue Nummer eins von Borussia Dortmund geholt und dies unter anderem mit einem möglichen Wechsel Müllers in die USA begründet. Der Torwart hatte sich in einem Instagram-Post anschließend verwundert darüber gezeigt, der Club dann wiederum irritiert von Müllers Vorgehen gewirkt.

„Es wurde von einem unwürdigen Schauspiel gesprochen. Wir haben kein Schauspiel gemacht. Wir haben entschieden“, sagte Schmidt vor dem Spiel am Samstag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky). Es wäre ihm lieb, wenn Müller noch die Nummer eins wäre, so der Coach. Müller war 2015 nach Heidenheim gewechselt. Vor einem Jahr hatte er seinen Vertrag bis 2027 verlängert.

Frank Schmidt hatte Kevin Müller zur Heidenheimer Nummer drei erklärt - bevor der Torwart auf Leihbasis zu Schalke wechselte.Swen Pförtner/dpa

Frank Schmidt hatte Kevin Müller zur Heidenheimer Nummer drei erklärt - bevor der Torwart auf Leihbasis zu Schalke wechselte.Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Entscheidungen seien nicht aufgrund von persönlichen Vorbehalten, sondern aufgrund von Fakten und im Sinne des Vereins gefallen, sagte Schmidt. Müller war nach der Genesung des zuvor verletzten Frank Feller zuletzt zur Nummer drei degradiert worden und hatte auf der Tribüne gesessen.

„Kevin Müller hat sich jetzt für Schalke entschieden. Er hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Wir wünschen ihm viel Erfolg, viel Glück“, sagte Schmidt. 

Schmidt pocht auf Einsatzbereitschaft und Identifikation

Für die schwierige Aufgabe gegen den Tabellen-Fünften und Champions-League-Anwärter Leipzig rechnet sich der Ostalb-Club vor eigenem Publikum etwas aus. Drei Auswärtsspiele in Serie hat Leipzig nicht gewonnen. Am vergangenen Wochenende verlor RB zu Hause mit 1:5 gegen den FC Bayern. 

Im Abstiegskampf betonte Schmidt in den vergangenen Wochen immer wieder, dass er auf Spieler setze, die die richtige Einstellung zeigen.