Explosion vor Geschäft in Wedding – Polizei ermittelt
Mitten in der Nacht wird ein Geschäft im Berliner Norden Ziel eines Angriffs. Was und wer dahintersteckt? Unklar.
Die Berliner Polizei ermittelt wegen einer Detonation an einem Geschäft. (Illustration)Robert Michael/dpa
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Ein Spätkauf in Berlin-Wedding ist mit einem Sprengkörper angegriffen worden. Möglicherweise war es eine Handgranate, die in der Nacht vor dem Laden explodierte. Mehrere geparkte Autos und die Fassade des Hauses seien beschädigt worden, so die Polizei.
Gegen 2.00 Uhr sei die Explosion gemeldet worden. Nach ersten Erkenntnissen hätten die Täter einen Gegenstand gegen eine Scheibe geworfen, der dann detoniert sei. Menschen seien nicht verletzt worden.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von einer Handgranate. Die Pressestelle der Polizei wollte das zunächst weder bestätigen noch dementieren.
Die GdP teilte mit: „Wer eine Handgranate mitten im Wohngebiet zündet, nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf. Es ist seit längerem zu beobachten, dass die Qualität der Gewalt zunimmt und die Entwicklung aus anderen Ländern wie Schweden immer mehr zu uns herüberschwappt.“ Die hohe Verfügbarkeit an Waffen mit dem wachsenden Trend zu Auftragstätern, die über Internetportale angeworben würden, mache es für die Polizei immer schwieriger.
Erst im Dezember hatten maskierte Täter in Kreuzberg nachts eine Handgranate in einen kleinen und zu dem Zeitpunkt leeren Club geworfen.