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Ex-Daimler-Chef weist als Zeuge Behauptung der Kläger zurück

Anleger verlangen von Mercedes Schadenersatz wegen angeblicher Abgasverstöße. In Stuttgart läuft ein Musterverfahren. Der frühere Daimler-Chef wird als Zeuge vernommen.

03.02.2026

Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche kommt am Gerichtsgebäude in Stuttgart an.Marijan Murat/dpa

Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche kommt am Gerichtsgebäude in Stuttgart an.Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche hat vor Gericht eine zentrale Behauptung der Klägerseite gegen seinen früheren Arbeitgeber zurückgewiesen. Zetsche wurde bei der Beweisaufnahme zu der Frage vernommen, ob der damalige Vorstand eine strategische Grundsatzentscheidung getroffen habe, Abgasnormen zu umgehen und unzulässige Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeuge einzubauen. Die Behauptung der Klägerseite sei aus seiner Sicht „schlicht falsch“, sagte Zetsche als Zeuge vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart.

Man habe sich damals im Vorstand mit strategischen Fragen beschäftigt und unter anderem mit wirtschaftlichen, organisatorischen und finanztechnischen Fragen auseinandergesetzt, sagte Zetsche. Seiner Erinnerung zufolge habe auf der Tagesordnung zu Vorstandssitzungen aber nie die Frage nach Zulassungsvorschriften gestanden.

Die Dieselaffäre wurde 2015 zunächst durch Vorfälle bei Volkswagen bekannt. Zahlreiche Anleger werfen dem börsennotierten Stuttgarter Autobauer vor, sie nicht rechtzeitig über die Abgasthematik informiert zu haben - und verlangen deshalb für entstandene Verluste Schadenersatz. Mercedes bestreite sowohl eine solche Vorstandsentscheidung als auch das Verwenden unzulässiger Abschalteinrichtungen, hieß es vom OLG.