WM 2026

Erstes Tor nach 52 Jahren: Opa prophezeite Treffer für Haiti

Erstmals seit 1974 ist Haiti bei einer WM dabei. Und im letzten Gruppenspiel gelingt das erste Tor in diesem Turnier. In der Familie des Schützen hatte jemand eine Vorahnung.

25.06.2026

Wilson Isidor zieht ab - und trifft aus 26 Metern.Jacob Kupferman/AP/dpa

Wilson Isidor zieht ab - und trifft aus 26 Metern.Jacob Kupferman/AP/dpa

© Jacob Kupferman/AP/dpa

Eine Entfernung von 26 Metern, eine Geschwindigkeit von 126 Stundenkilometern: Allein die Zahlen zu Wilson Isidors Traumtor gegen Marokko sind beeindruckend. Doch der erste selbst erzielte Treffer von Haiti bei dieser Weltmeisterschaft bedeutet so viel mehr.

„Wir haben die Menschen in Haiti stolz gemacht. Wir können jetzt darauf aufbauen und kommen in vier Jahren stärker wieder“, sagte der Stürmer. Beim 2:4 war ihm das zwischenzeitliche 2:1 gelungen, Haitis erste Führung war als Eigentor gewertet worden. 1974 war Emmanuel Sanon mit seinen beiden Toren zum Nationalhelden geworden.

Ziel für 2030: Der erste Punkt

Einen Zeitzeugen hat Isidor noch in der Familie. „Ich weiß, dass mein Großvater die Tore damals gesehen hat“, sagte der 25-Jährige. „Er war sehr stolz darauf und er hat mir gesagt, dass ich der nächste Torschütze werde. Ich denke, er ist nun sehr stolz auf mich.“

Der Treffer von Wilson Isidor war der dritte selbst erzielte in Haitis WM-Geschichte.Mike Stewart/AP/dpa

Der Treffer von Wilson Isidor war der dritte selbst erzielte in Haitis WM-Geschichte.Mike Stewart/AP/dpa

© Mike Stewart/AP/dpa

Ein Ziel für die nächste WM haben die Spieler bereits. „Wir kommen wieder, um unseren ersten Punkt zu holen“, sagte Isidor. Bei dieser WM habe man gezeigt, dass man Schottland in Probleme bringen und gegen Marokko, die fünftbeste Mannschaft der Welt, lange ein Unentschieden halten konnte.

Trainer Sébastian Migné betonte: „Wir haben hier gezeigt, dass wir uns zu Recht qualifiziert haben.“ Ob der Franzose die Mannschaft weiter betreut, war zunächst unklar. „Ich habe noch einen Vertrag mit dem Verband“, sagte Migné. „Ich bin professionell, das Spiel ist gerade erst zu Ende. Man sollte das in Ruhe analysieren.“