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Erste Mähdrescher rollen – Bauern warnen vor Feldbränden

Die Ernte hat in Teilen Thüringens begonnen. Der Bauernverband warnt: Trockenheit und Hitze erhöhen das Risiko von Feldbränden – Vorsicht ist jetzt besonders gefragt.

29.06.2026

Der Bauernverband ruft zu Beginn der Getreideernte zu Vorsicht und Rücksichtnahme auf. (Symbolbild) Martin Schutt/dpa

Der Bauernverband ruft zu Beginn der Getreideernte zu Vorsicht und Rücksichtnahme auf. (Symbolbild) Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Nach der Hitzewelle hat in einigen Thüringer Gegenden bereits die Getreideernte begonnen. Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Tage seien vor allem frühe Wintergerstensorten und einzelne Braugerstenflächen schon erntereif, teilte der Thüringer Bauernverband mit. Regional seien deshalb die ersten Mähdrescher auf den Feldern unterwegs. 
Von einem flächendeckenden Erntestart im Freistaat könne jedoch noch keine Rede sein.

Die meisten Betriebe rechneten erst ab Mitte der Woche mit dem Beginn der Erntearbeiten. Entscheidend bleibe aber die weitere Wetterentwicklung, hieß es weiter. Viele Kulturen stünden noch in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Ob die Hitze zu Ertrags- und Qualitätseinbußen geführt habe, sei noch nicht absehbar. 

Die Getreideernte in Thüringen beginnt traditionell mit frühen Wintergerstensorten und Braugerste. Weizen, Raps, Triticale, Hafer und weitere Getreidearten reifen derzeit noch auf den Feldern. Je nach Witterung und Standort werden sie ab Anfang bis Mitte Juli geerntet. Ausreichende Niederschläge seien deshalb weiterhin wichtig, hieß es. Weitere Kulturen wie Erbsen, Hartweizen für die heimische Nudelproduktion und Ackerbohnen folgten im weiteren Verlauf des Sommers. 

Anhaltende Hitze und Trockenheit erhöhen Brandgefahr 
 

Mit dem Erntebeginn steigt auch die Gefahr von Feld- und Vegetationsbränden. Trockene Bestände, hohe Temperaturen, Wind und Erntetechnik könnten das Risiko erhöhen. Der Bauernverband rief die Bevölkerung deshalb zu besonderer Vorsicht in Feld, Wald und Flur auf. Bereits glühende Zigarettenstummel, nicht vollständig gelöschte Grillreste oder heiße Fahrzeugteile könnten Brände auslösen.
 

Viele Landwirte hätten Vorkehrungen getroffen und Wasserfässer, Tanks oder Löschtechnik auf den Feldern bereitgestellt, um Entstehungsbrände bis zum Eintreffen der Feuerwehr eindämmen zu können. Wer Rauch oder Feuer bemerke, solle umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen. Zugleich appellierte der Bauernverband an Verkehrsteilnehmer, in den kommenden Wochen besondere Rücksicht auf Erntemaschinen zu nehmen.