dpa

Erste Behörden-Webseiten nach Sicherheitslücke wieder online

Nach einer Warnung vor einer gravierenden Sicherheitslücke wurden viele Internetseiten von Behörden und Ministerien vorsorglich abgeschaltet. Nun sollen Sicherheitsupdates helfen.

22.10.2026

Es geht um kritische Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP. (Archivbild)Stefan Jaitner/dpa

Es geht um kritische Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP. (Archivbild)Stefan Jaitner/dpa

© Stefan Jaitner/dpa

Nach dem vorsorglichen Abschalten von Webseiten wegen einer weltweiten gravierenden Sicherheitslücke arbeiten Behörden an einer Lösung. Das niedersächsische Innenministerium in Hannover teilte mit, der Landesdienstleister IT.Niedersachsen habe begonnen, Sicherheitslücken durch das Einspielen der inzwischen verfügbaren Sicherheitsupdates zu schließen. Es werde damit gerechnet, dass der Normalbetrieb der landeseigenen Webseiten schrittweise im Laufe des Vormittags wieder aufgenommen werden könne. 

In Bremen sind vorübergehend abgeschaltete Webseiten nach Angaben des Finanzressorts inzwischen wieder online. Auch dort wurden Sicherheitsupdates eingespielt. „Der Vorfall zeigt, dass die etablierten Sicherheitsmechanismen greifen und durch konsequentes Handeln Risiken minimiert sowie die Verfügbarkeit der digitalen Angebote innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt werden konnte“, teilte das Finanzressort weiter mit. 

Auch Kreisverwaltungen in Niedersachsen, etwa der Landkreise Cuxhaven, Harburg und Hameln-Pyrmont, nahmen ihre Webseiten aufgrund der Sicherheitslücke am Mittwoch vorsorglich vom Netz. Inzwischen sind etwa die Webseiten dieser drei Kreisverwaltungen wieder erreichbar. 

Bundesamt gibt Warnung heraus

Wegen der weltweit gravierenden Sicherheitslücke hatten viele Behörden und Unternehmen ihre Webseiten vorübergehend abgeschaltet. Betroffen von der Sicherheitslücke ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab eine offizielle Cybersicherheitswarnung heraus.

Das Land Niedersachsen hatte danach vorbeugend sämtliche Internetseiten des Landes, darunter etwa auch die Webseiten von Ministerien, Landes- und Polizeibehörden, in einen Wartungsmodus geschaltet. „Dies verhindert, dass potenzielle Angreifer die Schwachstelle von außen ausnutzen können“, teilte das Innenministerium weiter mit.