„Er ist sehr stark“: Deschamps reagiert auf Wirbel um Mbappé
Die rassistischen Beleidigungen gegen Kylian Mbappé sorgen vor Frankreichs WM-Viertelfinale gegen Marokko für Aufruhr. Trainer Didier Deschamps erklärt, wie sein Superstar damit umgeht.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps (l.) mit Superstar Kylian Mbappé. (Archivbild)Petr David Josek/AP/dpa
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Der Rassismus-Eklat um Kylian Mbappé scheint Frankreichs Stürmerstar vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko nicht allzu schwer zu belasten. „Er ist sehr stark - mental, physisch. Er konzentriert sich auf das Spiel“, sagte Trainer Didier Deschamps vor der Partie gegen die Nordafrikaner am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Foxborough.
Mbappé sei für den nächsten Auftritt bei der Fußball-WM genauso bereit wie seine Teamkollegen, erklärte Deschamps weiter. Die Turbulenzen der vergangenen Tage wollte der 57 Jahre alte Coach nicht näher kommentieren.
Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay (1:0) am vergangenen Samstag in den sozialen Medien wüst und rassistisch beschimpft. Der Fall schlug hohe Wellen. Mbappé reagierte mit deutlichen Worten auf X, sogar Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sprang ihm zur Seite.
Sorgte mit ihren Aussagen für Wirbel: die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia. (Archivbild)Jorge Saenz/AP/dpa
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Auch der französische Fußballverband verurteilte die Äußerungen der Politikerin scharf und reichte eine Anzeige gegen sie ein. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein.
Auch Senatorin droht mit rechtlichen Schritten
Amarilla de Boccia veröffentlichte zwischenzeitlich einen Brief und erklärte sich. Einen Teil ihrer Aussagen bedauerte sie, wie sie mitteilte. Sie forderte aber auch eine Entschuldigung von Mbappé - und setzte zu neuen herben Aussagen an. Sie warf dem 27 Jahre alten Stürmer von Real Madrid geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor und drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.
Während des Duells zwischen Frankreich und Deutschland-Bezwinger Paraguay in Philadelphia war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende hatte er Paraguays Torwart Orlando Gill den Handschlag verweigert und mit einer provokanten Geste gefeiert.