Emotionaler Lukovic trifft bei Debüt: FCK schlägt Bochum
Der 1. FC Kaiserslautern bezwingt Bochum mit 2:0. Debütant Milos Lukovic trifft und spricht anschließend über seine schwierige Situation als Leihspieler.
Kaiserslauterns Spieler bejubeln das 1:0 durch Milos Lukovic.Thomas Frey/dpa
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Erst erzielte Milos Lukovic bei seinem Debüt direkt sein Premierentor für den 1. FC Kaiserslautern, dann wählte er nachdenkliche Worte. „Ich bin hier ein Leihspieler. Das ist immer schwierig“, sagte der Stürmer, der den Pfälzern den Weg zum 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum ebnete. „Man muss immer 100 Prozent geben, in jedem Training, in jedem Spiel. Das Tor ist sehr wichtig für mich.“
Wie viel ihm der Treffer bedeutete, zeigte Lukovics Jubel. Der 20-Jährige sank auf die Knie und hielt sich die Hände vor das Gesicht. FCK-Trainer Torsten Lieberknecht ordnete die Aussage des Serben ein, der für diese Saison vom französischen Erstligisten Racing Straßburg ausgeliehen ist.
„Ich glaube, bei Milos ist auch eine gewisse Last abgefallen. Wenn man seine Karriere verfolgt, sieht man, dass er für viel Geld ins Chelsea-Netzwerk gewechselt ist, anschließend oft verliehen wurde und nie so richtig ein Gefühl von Heimat und Ankommen entwickeln konnte.“
Gegen offensiv wenig gefährliche Bochumer bewies der FCK erneut seine Defensivstärke und blieb zum sechsten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Aus wenigen Chancen erzielten die Pfälzer zwei Treffer. Semih Sahin verwandelte nach 75 Minuten einen an Jan Elvedi verschuldeten Foulelfmeter zum Endstand.
Prtajin nach langer Zwangspause zurück
Trotzdem war Lieberknecht, der erstmals seit Ende Januar Ivan Prtajin nach überstandener Achillessehnenverletzung in den Kader berief, nicht ganz zufrieden. Details könne man noch verbessern, fand der Coach.
„Bei Ballgewinnen haben wir uns teilweise weggedreht, anstatt den direkten Pass nach vorn zu spielen“, haderte Lieberknecht. „Kurz vor der Halbzeit gab es zudem einige Ungenauigkeiten im Passspiel, durch die wir den Gegner wieder ins Spiel gebracht und ihm Einwürfe ermöglicht haben. Und defensiv gibt es immer wieder Momente, in denen wir in der Mannorientierung den Gegenspieler aus den Augen verlieren.“
Nächste Herausforderung in Nürnberg
Trotz des angemahnten Verbesserungspotenzials haben die Roten Teufel mit nun 15 Punkten weiter Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen. Am kommenden Samstag (20.30 Uhr/Sky und RTL Nitro) wartet ein echtes Spitzenspiel, wenn es zum Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg geht. „Das ist derzeit die beste Mannschaft der Liga. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Aber wir wollen dort unseren eigenen Spaß haben“, sagte Lieberknecht vor dem Duell mit dem von FCK-Legende Miroslav Klose trainierten „Club“.
Milos Lukovic traf bei seinem FCK-Debüt.Thomas Frey/dpa
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