WM 2026

Elfenbeinküste steht erstmals in K.o.-Runde – Curaçao raus

Doppeltorschütze Nicolas Pépé schießt die Elfenbeinküste erstmals in die K.o.-Runde einer Fußball-WM. Für Curaçao endet die märchenhafte Reise – ohne Sieg, aber mit Bildern, die in Erinnerung bleiben.

26.06.2026

Nicolas Pépé bringt die Elfenbeinküste gegen Curaçao in Führung. Matt Slocum/AP/dpa

Nicolas Pépé bringt die Elfenbeinküste gegen Curaçao in Führung. Matt Slocum/AP/dpa

© Matt Slocum/AP/dpa

Die Elfenbeinküste hat Verbandsgeschichte geschrieben und erstmals bei einer Fußball-WM die K.o.-Runde erreicht. Der Afrikameister von 2024 gewann sein letztes Vorrundenspiel gegen Außenseiter Curaçao mit 2:0 (1:0) und folgt Gruppensieger Deutschland ins Sechzehntelfinale. 

Für den von Dick Advocaat trainierten Karibikstaat endet die märchenhafte Fußballreise hingegen nach der Gruppenphase auf Platz vier. Der 78 Jahre alte Niederländer hatte zuletzt seine Zukunft offengelassen.

Dick Advocaat ließ zuletzt seine Zukunft nach dieser WM offen. Petr David Josek/AP/dpa

Dick Advocaat ließ zuletzt seine Zukunft nach dieser WM offen. Petr David Josek/AP/dpa

© Petr David Josek/AP/dpa

Mit einem Doppelpack war Nicolas Pépé (7./64. Minute) vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia der umjubelte Matchwinner. Den ersten Treffer hat RB Leipzigs Yan Diomande vorbereitet. Im Sechzehntelfinale treffen die „Elefanten“ entweder auf Geheimfavorit Norwegen oder Titelkandidat Frankreich.

So groß wie Paderborn: Curaçao feiert trotzdem

Auch ohne einen Sieg kreierte Curaçao bei dieser WM-Bilder, die Fußballfans noch lange in Erinnerung bleiben werden. Beispielsweise als Livano Comenencia im Spiel gegen Deutschland zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte und zum Helden seines Landes avancierte. Als das Team wenige Tage später den ersten WM-Punkt bejubelte, feierte eine ganze Insel. Rund 155.000 Menschen leben in dem Land, das damit in etwa so groß ist wie Paderborn.

Feuerten ihr Team lautstark an: die Fans von Curaçao.Petr David Josek/AP/dpa

Feuerten ihr Team lautstark an: die Fans von Curaçao.Petr David Josek/AP/dpa

© Petr David Josek/AP/dpa

Torwart Room: Nach 15 Paraden diesmal chancenlos

Auch gegen die Elfenbeinküste war Curaçao lange ein ebenbürtiger Gegner. Zwar gingen die Westafrikaner in Führung, nachdem sich die Verteidiger von Curaçao gegenseitig angeschossen hatten und Diomande den missglückten Klärungsversuch zur Torvorlage nutzte. Doch zahlreiche Ballverluste prägten ihr Aufbauspiel – ein Gegner höherer Klasse hätte diese Fehler wohl bestraft.

Curaçaos Torhüter Eloy Room, der beim 0:0 gegen Ecuador mit 15 Paraden zum Nationalheld avancierte, war beim Gegentreffer chancenlos gewesen. In der Folge sah er von hinten ein zerfahrenes Spiel. Sein Team konzentrierte sich aufs Verteidigen und lauerte auf Umschaltmomente. Vor allem Tahith Chong strahlte immer wieder Torgefahr aus.

Curaçao mit einem kurzen Aufbäumen

Nach der Pause attackiert Curaçao zunächst deutlich früher und zwang die Elfenbeinküste weiter zu Ballverlusten. Sherel Floranus (55.) hatte eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, setzte den Fernschuss von der Strafraumkante aber knapp daneben. Die Mini-Drangphase verpuffte schnell.

Die Elfenbeinküste wusste, dass ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen würde und ging daher kein großes Risiko. Als Villarreals Profi Pépé nach einem schönen Steckpass des bis dahin enttäuschenden Ibrahim Sangaré den Ball zum 2:0 ins Tor schlenzte, war das Spiel entschieden.