Elbphilharmonie-Plaza kostet ab Montag fünf Euro
Die Protestaktion „Plaza bleibt kostenlos“ hat eher wenig Zuspruch gefunden. Warum das Versprechen von Olaf Scholz nicht mehr gilt – und was die Stadt mit den neuen Eintrittsgeldern vorhat.
Von Montag an kostet ein Besuch der Elbphilharmonie-Plaza fünf Euro pro Person. Markus Scholz/dpa
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Die Protestaktion gegen den ab Montag zu entrichtenden Eintritt für einen Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie ist eher bescheiden ausgefallen. So versammelten sich nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen nur rund 20 Menschen vor dem Konzerthaus im Hafen.
Sie pochten unter dem Motto „Plaza bleibt kostenlos“ auf das Versprechen des damaligen Bürgermeisters Olaf Scholz von 2016, nach dem die Plattform als „öffentlicher Ort frei zugänglich für jedermann und jede Frau“ sein soll. Zur Demonstration aufgerufen hatten die Hamburger Linken.
Von Montag an kostet ein Besuch der Plattform fünf Euro
Von Montag an wird der Eintritt auf die 360-Grad-Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe für Erwachsene fünf Euro pro Person kosten, der ermäßigte Preis liegt bei drei Euro. Mit den Eintrittsgeldern soll der Kulturhaushalt der Stadt entlastet werden. Der Senat rechnet durch den Ticketverkauf mit einem Bruttoerlös von jährlich rund 6,4 Millionen Euro.
Bislang hat die Stadt nach Angaben des Senats jährlich 3,6 Millionen Euro an die Betreibergesellschaft gezahlt, um den freien Zutritt zur Plaza zu ermöglichen.
An einer Protestaktion dagegen beteiligten sich rund 20 Menschen.Markus Scholz/dpa
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Die Ende 2016 eröffnete Plaza ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Die Plaza liegt genau zwischen der Ziegel- und der Glasfassade des imposanten Konzerthauses mit dem wellenförmigen Dach. Mehr als 2,2 Millionen Menschen kamen im vergangenen Jahr, um den kostenlosen Blick über Hafen und Stadt zu genießen. An Spitzentagen sind es bis zu 17.000 Besucher.
Kölner Dom verlangt auch Eintritt
Zuletzt hatte auch der Kölner Dom seine Strategie in Sachen freier Eintritt geändert. Seit Juli müssen Touristinnen und Touristen ein Eintrittsgeld von zwölf Euro für den Besuch des Innenraums bezahlen.