Elbe in Dresden sinkt weiter - Weiße Flotte fährt nicht mehr
Historische Tiefstwerte sind noch nicht erreicht, dennoch lässt der Wasserstand keine Ausflugsfahrten mehr zu. Entspannung ist nicht in Sicht.
Der Wasserstand der Elbe geht in Dresden immer weiter zurück. (Archivbild)Robert Michael/dpa
© Robert Michael/dpa
Die Elbe in Dresden führt immer weniger Wasser. Am Freitagmorgen lag der Wasserstand am Pegel bei 51 Zentimetern, wie aus den Daten des Landeshochwasserzentrums hervorgeht. Im Laufe des Wochenendes soll es laut Prognose weiter deutlich abwärtsgehen: Bis Sonntagmorgen sollen 43 Zentimeter erreicht werden.
Die Ausflugsdampfer der Weißen Flotte bleiben wegen des niedrigen Wasserstandes vorerst im Hafen. Bis einschließlich Montag entfallen laut Sächsischer Dampfschifffahrt alle Linienfahrten. Sonderveranstaltungen wie die „Zuckertütenfahrt“ finden lediglich mit anliegenden Schiffen statt.
Werte sind von historischen Tiefständen noch entfernt
Allerdings sind die Niedrigwasser-Superlative für Dresden noch in weiter Ferne. In der Wasserstraßen- und Schifffahrtverwaltung des Bundes sind die bisherigen Tiefststände in den Jahren 1947 und 1952 vermerkt. Damals wurde jeweils Mitte August am Pegel Dresden ein Wert von 21 Zentimeter gemessen. Normalerweise hat die Elbe im Schnitt am Pegel Dresden einen Wert von 1,60 Meter. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 waren es 9,40 Meter.
Experten halten allerdings den Durchfluss für die hydrologisch aussagekräftigere Größe. Beim Niedrigwasser am 12. August 1947 lag er am Pegel Dresden bei 35,8 Kubikmeter pro Sekunde. Zum Vergleich: Am Morgen waren es 81,1 Kubikmeter pro Sekunde.