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Einzelhandel-Umsatz sinkt in Sachsen-Anhalt um 2,4 Prozent

Die Umsätze im Einzelhandel gehen in Sachsen-Anhalt zurück. Das zeigen Daten aus dem ersten Halbjahr. Nur ein Zweig verzeichnet ein Umsatzplus.

27.08.2026

Bei Supermärkten ging der Umsatz im ersten Halbjahr zurück. (Symbolbild)Philip Dulian/dpa

Bei Supermärkten ging der Umsatz im ersten Halbjahr zurück. (Symbolbild)Philip Dulian/dpa

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Der Umsatz im Einzelhandel in Sachsen-Anhalt ist im ersten Halbjahr 2026 gesunken. Die Branche verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreswert einen realen - also preisbereinigten - Umsatzrückgang von 2,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Nicht preisbereinigt setzten die Unternehmen demnach 0,7 Prozent weniger um.

Am stärksten brachen die Umsätze laut Statistik im Handel mit Kraftstoffen ein. Die Tankstellen verbuchten ein preisbereinigtes Minus von 18,3 Prozent, wie es hieß. Auch der Facheinzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte demnach mit einem realen Minus von 9,2 Prozent deutlich weniger um.

Umsatzplus nur im Handel mit sonstigen Gütern

Ein reales Umsatzplus, wenn auch nur von 0,6 Prozent, verzeichnete ausschließlich der Handel mit sonstigen Gütern, wie es hieß. Bei Supermärkten und SB-Warenhäusern ging der reale Umsatz den Angaben zufolge um 1,7 Prozent zurück.

Der Einzelhandel in Sachsen-Anhalt steht wegen schwacher Nachfrage und steigender Kosten unter Druck, wie die Industrie- und Handelskammern (IHK) Halle-Dessau und Magdeburg berichtet hatten. Vor allem hohe Energie- und Rohstoffpreise nannten Unternehmen demnach als Risiken.

Weniger Angestellte im Einzelhandel

Die Zahl der Beschäftigten sank den Daten zufolge ebenfalls: Zwischen Januar und Juni arbeiteten 3,3 Prozent weniger Menschen im Einzelhandel als im Vorjahreszeitraum.

Am stärksten ging die Zahl der Beschäftigten im Handel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf zurück, wie die Daten zeigten. Dort arbeiteten im ersten Halbjahr demnach 5,8 Prozent weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum. Einen Zuwachs an Angestellten - um 2,1 Prozent - gab es nur an Tankstellen, wie es hieß.

Der Umsatz im Kraftstoffhandel brach am stärksten ein. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa

Der Umsatz im Kraftstoffhandel brach am stärksten ein. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa