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Einigung erzielt: VfB-Wunschstürmer Pejcinovic vor Wechsel

Nach wochenlangen Verhandlungen ist der Transfer von Dzenan Pejcinovic zum VfB Stuttgart nahezu perfekt. Eine Forderung von Trainer Sebastian Hoeneß wird erfüllt.

09.08.2026

Dzenan Pejcinovic verlässt den VfL Wolfsburg, um sich dem VfB Stuttgart anzuschließen. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa

Dzenan Pejcinovic verlässt den VfL Wolfsburg, um sich dem VfB Stuttgart anzuschließen. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Der VfB Stuttgart bekommt offenbar seinen Wunschspieler, der Poker um Stürmer Dzenan Pejcinovic ist endlich beendet. Der Wechsel vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg zum Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart steht unmittelbar bevor. 

Offiziell war der Transfer des U21-Nationalspielers am Sonntagvormittag nach der Saisoneröffnung des VfB zwar noch nicht. Aber die Wolfsburger Verantwortlichen bestätigten nach dem 0:0 zum Zweitliga-Auftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern am späten Samstagabend, dass man eine Einigung mit einem anderen Club erzielt habe. Dabei soll es sich um die Schwaben handeln. Seit Wochen verhandeln die beiden Fußballclubs über den Transfer des 21-Jährigen.

Bisher war der Wechsel an der von Wolfsburg geforderten Summe von rund 25 Millionen Euro gescheitert. Nun fanden die Clubs offenbar doch eine Lösung. Eine lange Hängepartie würde zum Abschluss kommen. Pejcinovic soll früh klargemacht haben, dass er zum VfB wechseln möchte.

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ist seit Wochen in Gesprächen mit dem VfL Wolfsburg. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ist seit Wochen in Gesprächen mit dem VfL Wolfsburg. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Ungewöhnliche Situation zum Zweitliga-Saisonauftakt 

Im ersten Saisonspiel der Wölfe nach dem Bundesliga-Abstieg stand Pejcinovic gegen Lautern zwar noch im Wolfsburger Kader, kam aber nicht zum Einsatz, obwohl es 0:0 stand. „Es kam ein ganz klares Signal vom Verein, dass man auf der Zielgeraden ist und damit war klar, dass er uns nicht mehr als Einwechselspieler zur Verfügung steht“, begründete VfL-Coach Tobias Strobl den Verzicht.

Sportdirektor Pirmin Schwegler bestätigte nach der Partie, dass man sich „mit einem anderen Club“ geeinigt habe. Man habe das Thema vor der Partie nicht veröffentlichen wollen, um keine Unruhe zu verursachen. 

Pejcinovic soll beim VfB, der am Samstag sein Testspiel gegen den FC Everton 3:1 gewann, den Konkurrenzkampf neben Publikumsliebling und Nationalstürmer Deniz Undav und dem bosnischen WM-Teilnehmer Ermedin Demirovic erhöhen. Um sich für drei Wettbewerbe inklusive der Champions League zu wappnen, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß noch Verstärkungen gefordert.

Hoeneß bekommt geforderte Substanz für den Kader

„Wir spielen eine Champions-League-Saison. Da geht es darum, dass wir auch in dem Wettbewerb schlagkräftig an den Start gehen. Deswegen habe ich schon den Wunsch, statt Substanz zu verlieren, Substanz draufzupacken“, sagte Hoeneß zum Abschluss des Trainingslagers in Grassau am Freitag. Der Transfer von Pejcinovic würde seinem Wunsch entsprechen.

Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß freut sich über Verstärkung in der Offensive. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß freut sich über Verstärkung in der Offensive. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

2022 war Pejcinovic vom FC Augsburg nach Wolfsburg gewechselt. In der Abstiegssaison war er mit zwölf Treffern in 34 Pflichtspielen einer der wenigen Lichtblicke der Niedersachsen. Unter Hoeneß könnte sich der U21-Nationalspieler weiter entwickeln. Der VfB-Coach bewies beispielsweise schon bei Nationalstürmer Nick Woltemade, dass er Spieler weiter formen kann. 

„Wir wollen schlagkräftig in die neue Saison gehen. Deshalb ist jeder Spieler, der schlagkräftig ist, der Qualität mitbringt, wichtig für uns“, sagte Stürmer Demirovic in Grassau. Wechselgerüchte hatte er beiseite gewischt und sich klar zum VfB bekannt - auch im Falle neuer Konkurrenz.