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Einige wenige Organspender mehr - doch hunderte warten

Organspenden können das Leben Schwerkranker verlängern. Doch seit Jahren sind die Wartelisten weit länger als die Zahl der zur Verfügung stehenden Spenderorgane.

05.06.2026

Bisher müssen künftige Organspender der Weiterverwertung ihrer Organe nach dem Tod ausdrücklich zustimmen. (Symbolbild)Marie Reichenbach/dpa

Bisher müssen künftige Organspender der Weiterverwertung ihrer Organe nach dem Tod ausdrücklich zustimmen. (Symbolbild)Marie Reichenbach/dpa

© Marie Reichenbach/dpa

In Bayern fehlt es vielen hundert schwer kranken Menschen weiter an einem Spenderorgan. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben bislang 67 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe gespendet, wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) mitteilte. Das waren zwar sechs mehr als ein Jahr zuvor. Doch am Grundproblem ändert das nichts: 
„Aktuell warten in Bayern rund 1.050 Menschen auf ein lebenswichtiges Spenderorgan, deutschlandweit sind es rund 8.000“, sagte Gerlach. 

Die CSU-Politikerin nannte die Zahl bedrückend und warb daher für die sogenannte Widerspruchslösung: Diese würde bedeuten, dass die Organe nach dem Tod grundsätzlich für Spenden genutzt werden dürfen - es sei denn, der oder die Betreffende hat das vor dem Tod ausdrücklich abgelehnt. 

„Jeder und jede wäre bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen automatisch Organspender, könnte dem aber aktiv widersprechen“, sagte Gerlach. Bisher besagen die Rechtsvorschriften das Gegenteil: Eine Organspende ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung möglich.