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„Einfache Wahl“: El Aynaoui erklärt seinen Leipzig-Wechsel

Erstes Spiel in der Startelf, starke Leistung: Warum sich Neil El Aynaoui für RB Leipzig entschied und welche Tipps er von seinem bekannten Vater bekommt.

14.09.2026

Neil El Aynaoui mit RB-Trainer Martin Demichelis.Jan Woitas/dpa

Neil El Aynaoui mit RB-Trainer Martin Demichelis.Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Die Anfrage von RB Leipzig war für Neil El Aynaoui ein Glücksfall. „Es ist einer der größten Clubs des Landes. Als sie mich kontaktiert haben, war es eine einfache Wahl“, sagte der marokkanische Fußball-Nationalspieler. Der defensive Mittelfeldspieler ist für ein Jahr von der AS Rom ausgeliehen.

Beim 5:0 gegen den Hamburger SV stand der 25-Jährige erstmals in der Startelf, überzeugte auf der Sechserposition mit Passgenauigkeit (93 %) und Laufstärke (12 km). „Marokkaner laufen gern. Vielleicht liegt mir das im Blut. Das war schon als Jugendspieler so“, erklärte El Aynaoui.

Unglückliches Jahr in Rom

Am letzten Tag der Transferperiode war der WM-Teilnehmer verpflichtet worden. Ausgebildet wurde er bei der AS Nancy, über Leipzigs diesjährigen Champions-League-Gegner RC Lens ging es nach Rom. Dort kam er in der vergangenen Saison nur zu acht Einsätzen in der Liga-Startelf.

Das Leben als Profi-Sportler kennt El Aynaoui bereits seit Kindheitstagen. Sein Vater war Tennisprofi, schaffte es im November 2003 bis auf Platz 14 der Weltrangliste. Bei den Australian Open und den US Open erreichte Younes El Aynaoui je zweimal das Viertelfinale, von seinen fünf Turniersiegen verbuchte er vier auf Sand.

Tipps vom Vater

Eine eigene Karriere als Tennisspieler kam für den Sohn nie infrage. „Mein Vater hat uns alle Freiheiten gegeben und Fußball hat mir sofort gefallen“, sagte der Nationalspieler. Außerhalb des Rasens schaute er sich einige Dinge beim Vater ab: „Er hat immer gesagt: Du musst gut schlafen, dich gut erholen und dich gut ernähren.“

In Leipzig hat El Aynaoui mittlerweile eine Wohnung gefunden. Ob es nach dieser Saison in Leipzig weitergeht, ist nicht nur offen, sondern aktuell auch nicht im Kopf des Mittelfeldspielers. „Ich versuche immer, nicht allzu weit in die Zukunft zu schauen“, sagte El Aynaoui.